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Schloss Louisenlund : Farbe für die historische Fassade

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Fassade des Louisenlunder Schlosses und der Orangerie werden für rund 250 000 Euro saniert

Gut vier Wochen werden die Arbeiten an dem Louisenlunder Schloss noch dauern. Wer nach dem Neuverputz und dem Farbanstrich eine blitzblanke Fassade erwartet, wird allerdings enttäuscht werden. „Das Alter von 200 Jahre soll weiterhin sichtbar sein“, betont Laurent Münchow. Der Eckernförder Architekt begleitet mit Fred Schauer vom Gebäudemanagement der Internatsstiftung die umfangreichen Sanierungsarbeiten an dem historischen Bauwerk. Dafür standen im Vorfeld Messungen und Untersuchungen an. Materialproben aus dem Mauerwerk wurden entnommen und ein Bodengutachten erstellt.

Die Grundmauern des Gebäudes stammen aus dem Jahr 1760, im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das damalige Herrenhaus Stück für Stück erweitert und aufgestockt. Vor etwa 30 Jahren wurde die Fassade Schloss zuletzt saniert. Dem neuen Internatsleiter Peter Rösner war die sanierungsbedürftige Fassade des Schlosses bei seiner Ankunft an der Schlei sofort ein Dorn im Auge. „Das war kein schöner Anblick“, sagte er. Bereits in den Jahren zuvor hatte die Stiftung begonnen, Spendengelder für die Sanierung einzuwerben, auch öffentliche Zuschüsse flossen in das Projekt. Den Löwenanteil der Gesamtkosten von rund 250 000 Euro wird die Stiftung selbst stemmen müssen. „Der Erhalt der historischen Gebäude ist auch Zweck der Stiftung“, so Rösner.

Den Auftrag für die Sanierung hat die Firma Max Hüttmann aus dem dänischen Tondern erhalten. „Wir haben darauf Wert gelegt, dass es eine Firma ist, die sich mit denkmalgeschützten Gebäuden auskennt“, so Schauer. Schon im vergangenen Sommer hat eine Firma mit dem Einbau der Drainagen begonnen. „Das Mauerwerk war feucht und musste trockengelegt werden“, sagt Münchow. Man wollte nicht einfach aufgeplatzte Stellen übertünchen, sondern der Feuchtigkeit grundsätzlich Herr werden. Dabei setzt die Fachfirma vor allem auf Naturprodukte wie Kalkmörtel für den Putz. Zwei bis vier Zentimeter dick wird der atmungsaktive Mörtel auf die schadhaften Stellen aufgetragen. Anschließend kommt ein dreischichtiger Farbanstrich auf die gut 1700 Quadratmeter große Fassadenfläche von Schloss und Orangerie – eine Grundierung und zwei Anstriche. So werde sichergestellt, dass die Feuchtigkeit von innen nach außen dringe. Auch die Fensterstürze werden erneuert. „Die Stahlträger sind verrostet, kommen raus und werden durch Fertigkonstruktionen aus Beton ersetzt“, erläutert Münchow.

Etwa vier Wochen werden die Arbeiten noch andauern. Dann habe die Stiftung habe erstmal wieder Ruhe, versichert Münchow. Ein neuer Anstrich sei erst wieder in 20 Jahren fällig, der Putz halte locker weitere 100 Jahre.

 

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erstellt am 19.Aug.2014 | 17:32 Uhr

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