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B 76 zwischen Schleswig und Fahrdorf : Falsches Schild schreckt Besucher des Wikinger-Museums ab

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Seit gestern ist die Bundesstraße zwischen Schleswig und Fahrdorf gesperrt. Am ersten Tag gab es Chaos.

Gestern Vormittag begann die Sanierung der Bundesstraße 76 zwischen Busdorf und Fahrdorf. Trotz der wochenlangen Vorplanungen kam es unter den meist auswärtigen Autofahrern zu vielen Verunsicherungen. Leidtragende waren neben den Touristen vor allem das Wikinger-Museum und das Restaurant Odins. Eigentlich hätten beide Einrichtungen trotz der Bauarbeiten erreichbar sein sollen, das aber scheiterte an einer irreführenden Ausschilderung. An der Abfahrt vom Busdorfer Kreisel in Richtung Fahrdorf gab es die ersten Hinweise auf die Bauarbeiten: eine Absperrung mit Zeichen für Durchfahrtverbot und dem Zusatz „Anlieger frei bis zur Baustelle“. Viele Autofahrer hatten ein Anliegen und fuhren weiter. Nach wenigen hundert Metern, gegenüber der Abbiegung nach Schleswig, dann die nächste Absperrung. Wieder mit einem Durchfahrtverbot (Zeichen 250). Ausnahme nur für Baufahrzeuge – nicht für Anlieger.

Damit war den gesetzestreuen Autofahrern die Weiterfahrt zum Museum und Restaurant verboten. Einige bogen Richtung Schleswig ab, andere ignorierten das Schuld, die meisten aber hielten zunächst an, um sich zu orientieren. Es herrschte ein ziemliches Durcheinander.

„Das ist das falsche Schild“, gab gestern Mittag Gerhard Nörenberg vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Flensburg zu, „das werden wir sofort ändern“. Gestern Nachmittag war auch hier die Durchfahrt für „Anlieger“ erlaubt. Ein Hinweis auf Museum und Restaurant sei wegen des werblichen Charakters nicht möglich, erläuterte Nörenberg.

Museumsleiterin Ute Drews hatte ähnliche Pannen befürchtet: „Man hätte sich einmal im Vorfeld mit uns zusammensetzen können – dann wäre so etwas nicht passiert“, sagte sie. Die Touristen seien wegen des wechselhaften Wetters ohnehin schon empfindlich. „Dann darf man sie nicht auch noch lange suchen lassen.“ Um den Besuchern den Weg nach Haithabu zu vereinfachen, stellen die Museumsleute nun eigene Schilder auf – damit ganz klar wird, dass die Wikinger mit dem Auto zu erreichen sind.

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erstellt am 19.Aug.2014 | 07:45 Uhr

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