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„Polar“-Rennen : Fahrdorferin will mit dem Hundeschlitten durch die Arktis

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Sarah von Assel (23) will am „Polar“-Rennen in Skandinavien teilnehmen – und braucht dafür noch möglichst viele Unterstützer, die online ihre Stimme für sie abgeben.

Fahrdorf | Es ist irgendwie paradox: Bei Facebook hat sich Sarah von Assel aus Fahrdorf ein eigenes Profil unter dem Namen „Sarah Sahara“ angelegt. In die Sonne Afrikas will die 23-Jährige aber gar nicht. Ganz im Gegenteil: Eine Wüste aus Schnee und Eis ist ihr Ziel. Dort, genauer gesagt in Schweden und Norwegen, findet im nächsten Jahr ein fünftägiges Hundeschlittenrennen statt – und die Fahrdorferin möchte unbedingt daran teilnehmen. Sie hat sich für das von der schwedischen Outdoor-Marke Fjällräven gesponserte „Polar“-Rennen beworben – und muss nun möglichst viele Menschen dazu bewegen, online für sie abzustimmen. Denn nur wer die meisten Unterstützer in seinem Heimatland hat, darf letztlich mitfahren.

Grundsätzlich teilnehmen kann jeder über 18 Jahre an dem Wettbewerb und Rennen, der Englisch spricht und körperlich und psychisch fit genug ist. Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung, denn schließlich will der Veranstalter am Beispiel des Rennens zeigen, dass es vor allem auf die richtige Ausrüstung ankommt, um sicher und unversehrt durch die raue Natur zu kommen.

Auf einem Hundeschlitten stand die im Schleswiger Tierheim ausgebildete Tierpflegerin bisher erst einmal in ihrem Leben. Das war bei ihrem Praktikum auf einer Husky-Farm in Norwegen vor zwei Jahren. „Ein einfach unglaubliches Gefühl“, schwärmt Sarah von Assel. Ganz unbedarft ist sie aber nicht, was den ungewöhnlichen Sport angeht. Seitdem sie 16 ist, gehört von Assel zum Husky-Team Hüttener Berge. „Fünf Mal die Woche lege ich mit Sura und Casper sechs bis acht Kilometer zurück.“ „Sura“ und „Casper “– das sind ihre beiden Huskys. Auch Mischlings-Hundedame „Mischa“ und die zwei Karelischen Bärenhunde „Bina“ und „Balou“ leben zurzeit bei der 23-Jährigen in Fahrdorf. Zwar gibt es rund um ihr Heimatdorf nur äußerst selten Schnee, dafür aber viele Feldwege und Wälder.

Auf ihrem Dogscooter, eine Art Tretroller, lässt sich von Assel von ihren beiden Huskys durch die Hüttener Berge oder am Ochsenweg bei Owschlag entlang durch Matsch und Pfützen ziehen. So ist es auch in ihrem Bewerbungsvideo für das Hundeschlittenrennen in Schweden zu sehen, das ihr Vater gedreht hat. Georg und Cornelia von Assel helfen ihrer Tochter, die zurzeit in einer Tierarztpraxis in Windeby bei Eckernförde eine Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten absolviert, bei der Versorgung und Pflege der Tiere und begleiten sie zu Schlittenhunderennen in der Region. Von diesen kehrte die junge Frau auch schon mal dem Siegerpokal nach Hause.

Ob es beim Polar-Rennen einen Preis gibt, weiß die Hundefreundin nicht – und es ist ihr auch egal. „Ich habe schon gewonnen, wenn ich überhaupt bei dem Rennen mitfahren kann“, sagte sie, während sie fleißig selbst gedruckte Werbeflyer auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt verteilte.

Der Countdown läuft: Donnerstagfrüh früh um 10 Uhr endet die alles entscheidende Online-Abstimmung, bei der Sarah von Assel zurzeit noch auf Platz zwei der Kandidaten aus Deutschland liegt. „Ich bin überwältigt, wie viele Freunde mir helfen und wie viele Leute bereits für mich abgestimmt haben, obwohl sie mich gar nicht persönlich kennen. Das ist der Hammer“, sagt Sarah von Assel. Aber es müssen noch mehr werden.

Wer für Sarah von Assel seine Stimme abgeben will, kann dies hier tun.

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erstellt am 14.Dez.2016 | 07:00 Uhr

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