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Schleswig : Experten sollen Konzept für Parkgebühren entwickeln

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Was aus dem maroden Parkhaus am Schwarzen Weg wird, ist weiter offen. In einer Frage aber gibt es jetzt Gewissheit.

Wie geht es weiter mit dem baufälligen Parkhaus am Schwarzen Weg? Diese für die künftige Entwicklung der Innenstadt zentrale Frage wollen Politik und Verwaltung in den nächsten Monaten endlich klären. In der jüngsten Bauausschusssitzung stand das Thema nun erneut auf der Tagesordnung. Denn dessen kürzlich verstorbener Vorsitzender Klaus Bosholm hatte bereits im Sommer einen Antrag zur Kostenermittlung für einen Neubau beziehungsweise eine Renovierung des Parkhauses gestellt.

Die Ergebnisse der Stadtverwaltung liegen jetzt vor: Ein Abriss und ein Neubau, bei dem die Kapazität des Parkhauses von jetzt 617 auf dann 550 Stellplätze reduziert wird, würde rund 11,9 Millionen Euro kosten. Eine Sanierung des Parkhauses (einschließlich neuer Fassade) könnte mit rund 10,3 Millionen Euro zu Buche schlagen. In den Zahlen sind jeweils auch die Kosten etwa für den Zinsaufwand und die bauliche Unterhaltung enthalten.

Was diese Ergebnisse nun für das weitere Vorgehen in der Parkhaus-Frage bedeuten, ist allerdings noch unklar. Denn auch die Frage, ob ein Investor oder aber die Stadt selbst den Betrieb übernimmt, ist noch nicht geklärt.

Es deutet allerdings alles darauf hin, dass – so oder so – künftig Parkgebühren erhoben werden. „Wenn jemand anderes das Parkhaus übernimmt, wird er es nur machen, wenn er mit dem Gebäude auch Geld verdient“, sagte Bürgermeister Arthur Christiansen. Das jedoch gelte auch für die Stadt. Wie hoch diese Gebühren sein könnten, das müsse allerdings ein Fachplanungsbüro ermitteln, „das sich mit diesen Dingen besser auskennt als wir“. Ein Vorschlag, der von den Ausschussmitgliedern zwar noch nicht beschlossen, aber mit Wohlwollen entgegengenommen wurde und für den in einer der kommenden Sitzungen grünes Licht gegeben werden könnte – auch wenn Schleswig mit der Einführung von Parkgebühren ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb mit seinen Nachbarstädten verlieren würde.

Die Experten sollen nun untersuchen, wie teuer das Parken in Schleswig sein kann, ohne dass zu viele Autofahrer nach günstigeren oder gar kostenlosen Alternativen suchen. Parallel dazu, so Christiansen, müssten aus diesem Grund auch Gebühren auf anderen Parkplätzen in der Innenstadt erhoben werden, die bislang noch frei davon sind. „Wahrscheinlich müsste man dann einen größeren Zirkel ziehen, um einen täglichen Park-Such-Verkehr in der Innenstadt zu vermeiden.“

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erstellt am 07.Dez.2016 | 07:48 Uhr

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