Schleswig : Exklusives Wohnen im Friedrichsberg

Anfang Februar ziehen die ersten Mieter ein: Das Schleswiger Ehepaar Thiesen vor ihrem Neubau am Kapaunenberg.
Anfang Februar ziehen die ersten Mieter ein: Das Schleswiger Ehepaar Thiesen vor ihrem Neubau am Kapaunenberg.

Momme und Kirsten Thiesen bauen ein Mehrfamilienhaus, das sich durch hohe Energieffizienz auszeichnet – und komplett fremdfinanziert ist.

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17. Januar 2018, 07:00 Uhr

Nur noch gut zwei Wochen, dann ziehen die ersten Mieter in das neue Mehrfamilienhaus am Friedrichsberger Kapaunenberg ein. „Für Schleswig ist das ein Gewinn. Es macht sich in unserem Stadtteil gut, solche Wohnungen anzubieten“, findet Bauherr Momme Thiesen. Tatsächlich sorgen der 58-Jährige und seine Frau Kirsten (52) für ein Angebot, das nicht unbedingt typisch ist für Schleswigs südlichen Stadtteil. Eine Ausstattung gehobenen Standards samt Glasfasertechnik im gesamten Haus und die Lage mit Blick auf den nahen Busdorfer Teich verleihen den Wohnungen eine exklusive Note. Und so berichtet Momme Thiesen, dass sich ein Hamburger dort gerne eingekauft hätte. Das aber habe er abgelehnt. Er wolle die zehn Wohnungen allesamt vermieten.

Als sogenanntes „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“ zeichnet sich das Gebäude am Kapaunenberg 11 durch eine besonders energieeffiziente Bauweise und Technik aus. Erdwärme, Photovoltaik – „aus meiner Sicht sind das sinnvolle Dinge“, sagt Momme Thiesen. Ungewöhnlich sei bei solch einem Projekt allerdings, dass es zu 100 Prozent fremdfinanziert ist. Dass dies gleichwohl möglich ist, habe er allen Skeptikern beweisen wollen, erklärt der selbstständige Steuerberater. Über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) habe er ein zinsgünstiges Darlehen über eine Million Euro in Anspruch nehmen können – samt eines Tilgungszuschusses in Höhe von 15 Prozent. Den Rest habe er über Privatbanken finanziert. Die Höhe seiner Investitionssumme nennt Thiesen nicht. Das Grundstück hatte er vor fünf Jahren gekauft und das darauf befindliche ältere Einfamilienhaus 2015 abgerissen.

Auf der Baustelle wird noch fleißig gewerkelt, damit die ersten Wohnungen am 1.  Februar bezogen werden können. Ursprünglich habe man schon Ende vergangenen Jahres fertig werden wollen, doch dies habe der viele Regen verhindert. „Die Handwerker haben wirklich bei Wind und Wetter geackert“, betont Kirsten Thiesen. Dafür und für die Geduld der Nachbarn könne sie sich nur bedanken.

Die 52-Jährige kümmert sich nicht nur um die Ausstattung wie Einbauküchen und Bäder, sondern auch um die Vermarktung der Immobilie. Acht von zehn Wohnungen, die allesamt über Terrasse oder Balkon verfügen, habe sie bereits allein aufgrund persönlicher Empfehlungen vergeben können. Darunter sind auch die beiden Exklusivwohnungen mit Dachterrasse. „Ich bin selbst erstaunt, wie schnell die Wohnungen vermietet werden konnten.“

Durchschnittlich elf Euro pro Quadratmeter betrage die Kaltmiete. „Das ist gehobener Standard“, weiß Momme Thiesen. „Aber dafür wird ja auch viel geboten.“ Eine Tiefgarage samt Fahrstuhl etwa gehört auch dazu. Und etwas, was dem Bauherren laut eigener Aussage besonders wichtig war: eine sogenannte Bustechnik, die es den Mietern ermöglicht, per Smartphone Licht, Heizung oder Jalousien zu steuern.

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