Neue Psychiatrie auf dem Hesterberg : „Es wird ein wunderbares Haus“

Mauerten symbolisch die Zeitkapsel für die Grundsteinlegung ein: (v.l.) Chefarzt Martin Jung, Helios-Geschäftsführer John Friedrich Näthke, Pflegedirektor Michael Lang, Landrat Wolfgang Buschmann, Architekt Marko Meißner und Bürgermeister Arthur Christiansen.
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Mauerten symbolisch die Zeitkapsel für die Grundsteinlegung ein: (v.l.) Chefarzt Martin Jung, Helios-Geschäftsführer John Friedrich Näthke, Pflegedirektor Michael Lang, Landrat Wolfgang Buschmann, Architekt Marko Meißner und Bürgermeister Arthur Christiansen.

Das Land und Helios investieren 13 Millionen Euro für eine neue Klinik in Schleswig.

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27. Januar 2018, 07:51 Uhr

„Stay strong!“ Das stand auf einer Collage, die jugendliche Patienten gebastelt hatten und die gestern nun einen ganz besonderen Platz bei der Grundsteinlegung für die neue Klinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Hesterberg einnahm. Denn neben einer Urkunde und je einem aktuellen Exemplar der SN und der Helios-Mitarbeiterzeitung landete der bunte Zettel in der Zeitkapsel, die während der Feierstunde eingemauert wurde und vielleicht eines Tages von der Nachwelt wieder geöffnet wird. „Stay strong!“, also „Bleib stark!“, hatte dabei wohl zweierlei Bedeutung – einmal als Motto für die jungen Patienten selbst, andererseits sicherlich aber auch als guter Wunsch für den Neubau, der ab Sommer 2019 (dann soll er bezogen werden) zum neuen Zentrum des Klinikgeländes werden soll.

Rund 13 Millionen Euro kostet das Gebäude, das sich im südwestlichen Bereich des rund elf Hektar großen Areals befindet. Den Großteil davon, 9,76 Millionen Euro, steuert das Land bei, den Rest übernimmt der Helios-Konzern. „Wir bauen hier an unserer Zukunft, und zwar sowohl für diese Klinik als auch für den Gesundheitsstandort Schleswig“, betonte Helios-Geschäftsführer John Friedrich Näthke und verwies auf die insgesamt rund 1800 Mitarbeiter, die man an den Krankenhäusern in der Stadt beschäftige. „Wir gehören hierher“, meinte er. Und das werde auch so bleiben.

Das freute natürlich auch Bürgermeister Arthur Christiansen, der zu den vielen geladenen Gästen zählte. „Dieser Neubau ist ein weiterer Meilenstein für Schleswig“, sagte er. Auch Landrat Wolfgang Buschmann betonte, wie wichtig Investitionen in den Klinikstandort für die Stadt und die Region seien.

Chefarzt Martin Jung betonte indes die vielen Vorteile, die die neue Klinik für die Patienten mit sich bringe. So werde das Gebäude den modernsten Standards genügen. Besonders innovativ dabei: Erstmals wird es auch eine Eltern-Kind-Station mit sieben Plätzen geben. „In diesen Bau sind viele gute Ideen eingeflossen. Die Grundsteinlegung ist für uns ein historischer Moment. Es wird ein wunderbares Haus werden“, sagte Jung, der zudem erklärte, dass die Nachfrage für Therapieplätze für Kleinkinder immer größer werde. Umso wichtiger sei es, dass sie in eine Klinik mit einer freundlichen Atmosphäre kämen. Deshalb soll der Neubau, der zwei Stationsebenen haben wird, einen möglichst häuslichen, freundlichen Charakter versprühen. Das gilt für das fast 50 Jahre alte Haupthaus an der Friedrich-Ebert-Straße eher nicht. Deshalb soll es, sobald die neue Klinik fertig ist, abgerissen werden.

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