Es muss nicht immer Gitarre sein

Zum Spiel der „Bo-Drums“ gehört auch ein cooles Outfit.
Zum Spiel der „Bo-Drums“ gehört auch ein cooles Outfit.

Auf dem Sommerkonzert der Böklunder Auenwaldschule wurden ungewöhnliche Musikinstrumente vorgestellt

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24. Juni 2018, 17:33 Uhr

Dass in der Auenwald-Grundschule von Böklund das Fach „Musik“ ganz groß geschrieben wird, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Und das Sommerkonzert kurz vor den Ferien ist für die jungen Musiker eine Möglichkeit, das im Unterricht und in den Arbeitsgemeinschaften Gelernte vorzustellen. Dabei besitzt die Schule durch das konsequente Anbohren von Fördertöpfen ein Musikinstrumentarium, das seinesgleichen sucht.

Die exotischsten Instrumente sind die „Melody Chimes“. Das sind röhrenförmige Eintoninstrumente, die glockenähnliche Töne erzeugen. Sie können nur im Team gespielt werden. Inzwischen ist die zugehörige Arbeitsgemeinschaft so versiert, dass auch schwierige Achtelläufe gespielt werden können. Auch können die Kinder inzwischen beidhändig mehr als einen Ton spielen. Nur die tiefen Töne werden einzeln gespielt. Denn ein Grundschüler braucht beide Hände, um sie hochzuheben. Die Instrumente sind bei den Kindern so beliebt, dass die Arbeitsgemeinschaft am oberen Ende ihrer Besetzung angekommen ist. Doch für die Aufführung vor einer vollbesetzten Aula war diese Größe genau richtig und erhielt viel Applaus.

Andere ungewöhnliche Instrumente sind die „Bo-Drums“. Diese auf das Notwendigste reduzierten Trommeln sind stapelbar und deshalb ideal für rhythmischen Musikunterricht. Die vierten Klassen präsentierten damit eine gymnastische Choreografie in vier unterschiedlichen Rhythmuselementen. Im zweiten Schritt boten sie die Basis für eine Tanzeinlage.

Auch der Bestand an Stabspielen – das bekannteste ist das Xylofon – ist an der Auenwaldschule beachtlich. Ebenso herausragend ist die Leistung des „Klassendrummers“ aus der ersten Klasse, der mit sechs Jahren wie selbstverständlich die rhythmische Führung seiner Mitspieler übernimmt.

Ein buntes Bild mit Cowboyhüten zeigte die dritte Klasse, die im Musikunterricht einen Line-Dance eingeübt hatte. Der Schulchor präsentierte unter anderem „das Känguru“. Alle Lieder wurden diesmal von Klassenkameraden begleitet.

Auch die Flöten-AG zeigte ihre Fortschritte mit „Widele Wedele“. Und die Sprach-Arbeitsgemeinschaften nutzten die Gelegenheit, den Zuschauern Sketche und Witze auf Niederdeutsch zu erzählen sowie die Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt auf Dänisch vorzuspielen und dabei ihre Kenntnisse über Lebensmittel, Zahlen und Selbstvorstellung zu zeigen.

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