Wikingertage Schleswig : Es ist angerichtet

Sind bereit für das Spektakel auf den Königswiesen: (v.l.) die drei Wikinger Matthias Barkmann, Stefan Klein und Stephan Lösch mit den Organisatoren Kaj-Uwe Dammann und Stephan Vollbehr.
Sind bereit für das Spektakel auf den Königswiesen: (v.l.) die drei Wikinger Matthias Barkmann, Stefan Klein und Stephan Lösch mit den Organisatoren Kaj-Uwe Dammann und Stephan Vollbehr.

Morgen starten auf den Königswiesen die Wikingertage – und damit erstmals bereits an einem Donnerstag.

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08. August 2018, 07:00 Uhr

Von einem Extrem ins andere. Die Macher der Wikingertage, Kaj-Uwe Dammann und Stephan Vollbehr, können davon ein Lied singen. Denn war ihre Veranstaltung im vergangenen Jahr noch buchstäblich abgesoffen, könnte es diesmal eine Hitzeschlacht auf den Königswiesen werden. „Aber das ist deutlich besser als Regen und Wassermassen. Außerdem soll es zum Wochenende ja ein bisschen kühler werden“, sagt Dammann mit Blick auf die kommenden vier Tage. Denn erstmals in ihrer Geschichte starten die Wikingertage bereits am Donnerstag, also morgen.

„Wir haben uns für diesen zusätzlichen Tag entschieden, weil wir ja im letzten Jahr wegen des schlechten Wetters einen Tag verloren haben. Außerdem ist dieser Zusatztag ein kleines Jubiläumsgeschenk für uns und unsere Gäste“, sagt Vollbehr.

Es ist jetzt genau 20 Jahre her, dass sein Kollege Kaj-Uwe Dammann das Ruder bei den Wikingertagen übernommen hat. „Damals stand die ganze Geschichte schon vor dem Aus. Es gab laute Kritik an den Flensburger Organisatoren und daran, dass es eigentlich nur eine Musikveranstaltung war und „die Wikinger nur eine Nebenrolle spielten“, erinnert sich Dammann. Gemeinsam mit fünf weiteren Schleswiger Geschäftsleuten sprang der damalige Wirt des „Patio“ in die Bresche. „Das war ein Wagnis für uns alle und echtes Neuland. Wir hatten ja alle keine Ahnung von solchen Großveranstaltungen.“ Dann spielte bei der Premiere auch das Wetter nicht mit und die mutigen Sechs gingen mit einem ordentlichen Minus aus der Sache. „Die anderen hatten daraufhin keine Lust mehr. Ich habe aber weiter an die Idee geglaubt“, sagt Dammann, der daraufhin Stephan Vollbehr an seine Seite holte. Die beiden bastelten noch einmal ordentlich am Konzept. Mit zwei klaren Schwerpunkten: Wikinger und Familien. „Wir wollten mehr Interaktion, mehr Unterhaltung – aber mit Niveau.“ Von da an lief es rund mit den Wikingertagen.

Das soll natürlich auch in diesem Jahr der Fall sein. Dabei gehen die Veranstalter nicht nur mit dem Donnerstag (als Familientag mit vergünstigten Preisen) neue Wege. Auch auf dem Festgelände gibt es einige Neuigkeiten. So wird die große Bühne durch eine kleinere ersetzt, hinzu kommen einige sogenannten Walking-Acts. „Es soll alles etwas zeitgenössisch-gemütlicher, uriger werden“, sagt Vollbehr. Deshalb würden auch die modernen Getränkewagen durch mittelalterliche Tavernen ersetzt. Neue Kampfshows und Mitmach-Programmpunkte oder auch ein größeres Kinderdorf kommen hinzu.

Die Aufbauarbeiten auf den Königswiesen laufen derweil auf Hochtouren. Ein Großteil der mehr als 400 Aktiven ist schon vor Ort. Viele von ihnen haben ihre Zelte und Hütten bereits aufgebaut. Für die Besucher wurde ein Parkleit-System eingerichtet, von der Freiheit aus fährt ein Shuttlebus bis zum Dom. Morgen und am Freitag öffnen die Tore um 13 Uhr, Sonnabend und Sonntag um 10 Uhr. Ab 18 Uhr ist jeweils freier Eintritt.

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