Schölers leest Platt : Erster Platz für Hanna Rotter

Die Teilnehmer von „Schölers leest Platt“: (von links) Levke Kaiser, Kim-Sarah Hoffmann, Hanna Rotter, Nele Peters und Finna Schreiber
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Die Teilnehmer von „Schölers leest Platt“: (von links) Levke Kaiser, Kim-Sarah Hoffmann, Hanna Rotter, Nele Peters und Finna Schreiber

Beim Lesewettbewerb des Heimatbunds zeigten fünf Jugendliche ihr Können. Die Domschülerin Hanna Rotter gewinnt.

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08. März 2018, 07:06 Uhr

Aus der ganzen Region – von Eckernförde bis Hollingstedt – waren gestern Schüler in die Stadtbücherei in die Moltkestraße nach Schleswig gereist, um sich im Landschaftsentscheid von „Schölers leest Platt“ zu messen. Büchereileiterin Ursula Nielsen begrüßte die fünf Schüler, „die bereits eine erste Hürde in den Schulwettberwerben gemeistert haben“ und jetzt um den Regionalentscheid gegeneinander antraten. „Ich bewundere euren Mut, hier vor einer Jury und Publikum zu lesen“, so Nielsen.

Zu den Teilnehmern gehörten Kim-Sarah Hoffmann, die sich sich an der Erich-Kästner-Schule in Silberstedt durchsetzte, Levke Kaiser von der Peter-Ustinov-Schule aus Eckernförde sowie Finn Schreiber von der Jungmannschule ebenfalls aus Eckernförde. Aus Schleswig trat Hanna Rotter von der Domschule an, um vor einer ausgewählte Jury bestehend aus fünf Plattdeutschexperten ihre Lesekünste zu präsentieren. Die 14-jährige Domschülerin holte auch den ersten Platz, sie las die Geschichte „Watt de ool Wulf vertelt“ von Bolko Bullerdiek und überzeugte durch eine hervorragende Aussprache und Betonung. Den zweiten Platz machte die 15-Jährige Nele Peters vom Satruper Bernstorff-Gymnasium, die gemeinsam mit der Erstplatzierten zum Regionalentscheid reisen darf. Ein Datum stehe aber noch nicht fest, erklärte Eike Fischer, Organisator und Beauftragter des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes. Den dritten Platz holte der 14-jährige Finn Schreiber, den vierten Platz teilten sich Kim-Sarah Hoffmann (15) mit Levke Kaiser (13).

Moderiert wurde der Vorlesewettbewerb von Jury-Mitglied Jann Rothberg, der – wie seine Jury-Kollegen Inge Brix, Rune Hansen und Uwe Petersen – Mitglied der Schleswiger Speeldeel ist. Außerdem saß Schleswigs Alt-Bürgermeister Klaus Nielsky im Gremium. Er ist Sprecher des Plattdeutschen Rats für Schleswig-Holstein. „Ich bin zwar nicht in der Speeldeel, aber als ehemaliger Bürgermeister bin ich es gewohnt, vor Publikum zu spielen“, scherzte Nielsky.

Für musikalische Unterhaltung vor und nach dem Wettbewerb sorgte der pensionierte Schulleiter Wulf Schady der einige ausgewählte plattdeutsche und hochdeutsche Lieder zum Besten gab, das Publikum zum Mitsingen aufforderte und sie auf dem Akkordeon begleitete.

„Schölers leest Platt“ wird alle zwei Jahre mit großem Erfolg vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB), mit den Sparkassen, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und der Büchereizentrale Schleswig-Holstein veranstaltet, in dieser Runde unter der Schirmherrschaft der Bildungsministerin Karin Prien. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Niederdeutsche Sprache in Schleswig-Holstein zu stärken. „Der Niederdeutsch-Unterricht in den Modellschulen im Lande, der inzwischen auch an weiterführenden Schulen angeboten wird, hat der Sprache kräftigen Aufwind gegeben“, teilte Marianne Ehlers, Referentin für niederdeutsche Sprache beim SHHB, mit.

Auch Eike Fischer bedankte sich bei den Unterstützern der Aktion, allen voran den Lehrern, die den Wettbewerb in ihren Unterricht integrieren und so die Sprache fördern.

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