zur Navigation springen

Schleswiger Bahnhof : Ersatz-Parkplatz erst nach den Sommerferien

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Den größten Pendler-Parkplatz am Bahnhof gibt es seit Montag nicht mehr. Ersatz soll es erst im Spätsommer geben.

Wenn im Mai die Bauarbeiten für die neue Feuerwache beginnen, dann wird es am Bahnhof einen neuen provisorischen Parkplatz geben. Das hatte Bürgermeister Arthur Christiansen Ende Februar auf dem Grogabend des Friedrichsberger Bürgervereins versprochen.

Doch daraus ist nichts geworden. Das kleinere Problem ist, dass die Bauarbeiten erst in der nächsten Woche anfangen werden. Dann ist bereits Juni. Gravierender dürfte sich auswirken, dass es noch Monate dauern wird, bis die Pendler, die am Bahnhof ihre Autos abstellen, einen Ersatz bekommen. Seit gestern ist die Brachfläche, auf der die Feuerwache entstehen soll, gesperrt. Rund um den Bahnhof war nicht zu übersehen, dass manche Autofahrer, die dringend zum Zug mussten, sich nicht mehr anders zu helfen wussten, als ihren Wagen dort abzustellen, wo es nicht erlaubt ist. Es standen Fahrzeuge auf dem Gehweg, auf dem Grünstreifen zwischen den Gleisen und dem noch verbliebenen Parkplatz – und manchmal sogar im Halteverbot am Straßenrand.

„Die provisorischen Parkflächen werden Ende der Sommerferien fertiggestellt sein“, erklärte Rathaus-Sprecherin Antje Wendt gestern auf SN-Nachfrage. Der Grund für die Verzögerung: Der Entscheidungsprozess in der Frage, wo genau die Ersatzparkplätze eingerichtet werden sollen, habe länger gedauert als erwartet. Dabei hatte die Stadt schon im vergangenen Jahr von der Bahn AG eine Fläche jenseits der Bahngleise gekauft, auf der ein Park-and-Ride-Parkplatz entstehen soll. Im Bauamt hatte man geplant, diese Fläche schnell provisorisch herzurichten. Nach Diskussionen im Bauausschuss wurden dann aber auch noch andere Varianten geprüft. Jetzt ist geplant, auf der Rasenfläche zwischen dem bestehenden Parkplatz und der Feuerwachen-Baustelle 13 zusätzliche Stellplätze einzurichten. Dazu müssen aber unter anderem erst die Altglas-Container verschwinden, die bislang dort stehen.

Auf der Baustelle sollen nach Pfingsten zunächst Versorgungsleitungen gelegt werden. Außerdem muss der Radweg auf der alten Kreisbahntrasse leicht verlegt werden, um genug Platz für die Feuerwache zu schaffen. Im August soll der Rohbau beginnen. Läuft alles wie geplant, dann kann schon Ende des Jahres der Innenausbau in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung ist für Oktober 2018 vorgesehen. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Mai.2017 | 07:11 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen