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Urkundenfälschung: : Ermittlungen gegen ehemaligen CDU-Fraktionschef

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Affäre um umstrittene Mitgliederwerbung im CDU-Kreisverband Schleswig-Flensburg hat ein juristisches Nachspiel.

von
erstellt am 18.Jun.2016 | 07:05 Uhr

Die Affäre um umstrittene Mitgliederwerbung im CDU-Kreisverband Schleswig-Flensburg hat jetzt auch ein juristisches Nachspiel. Ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Flensburg bestätigte unserer Zeitung, dass gegen den ehemaligen CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Timo Kux wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt wird. Kux wird vorgeworfen, mindestens einen CDU-Aufnahmeantrag ohne Wissen des vermeintlichen Neumitglieds ausgefüllt zu haben. Auch soll er dessen Konto ohne Zustimmung für ein entsprechendes Lastschriftverfahren genutzt haben.

Kux war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Mitgliederaffäre hatte den CDU-Kreisverband im Februar in eine schwere Krise gestürzt und den Karrieren von zwei einstigen politischen Hoffnungsträgern ein jähes Ende bereitet. Hintergrund waren die Machenschaften im Vorfeld der parteiinternen Kandidatenkür im Landtagswahlkreis 6 (Dithmarschen-Schleswig). So hatte der Erfder Bürgermeister Thomas Klömmer Bekannte per Whatsapp-Nachrichten dazu animiert, „zumindest vorübergehend“ in die CDU einzutreten, um ihn bei seiner Bewerbung zu unterstützen. Timo Kux wiederum hatte Neumitglieder angeworben, um der Schubyer Landtagsabgeordneten Heike Franzen die notwendige Mehrheit zu organisieren. Dabei hatte der Seniorenheimbetreiber aus Hollingstedt auch seine Tätigkeit als Sponsor des VfB Schuby genutzt und den Kreisligafußballern in der Umkleidekabine Aufnahmeanträge vorgelegt – und die Austrittsformulare gleich mitgeliefert.

Als die dubiose Mitgliederwerbung nach der Wahlkreisversammlung in Pahlen bekannt geworden war, trat der ursprünglich gewählte Klömmer von seiner Kandidatur zurück. Auch legte er als Konsequenz den Vorsitz im Hauptausschuss des Kreistags nieder.

Timo Kux trat von seinen Ämtern als erster Kreisrat, stellvertretender Landrat, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, Mitglied des CDU-Kreisvorstandes und Vorsitzender des CDU-Amtsverbandes Arensharde zurück. Auch sein Kreistagsmandat legte er nieder.

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