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Literaturtage in Schleswig : Erleben und Begegnen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Mitglieder des Landesschriftstellerverbands haben sich in Schleswig drei Tage lang zu den schleswig-holsteinischen Literaturtagen getroffen.

„Sie war in eine Falle gelaufen und konnte nicht mehr unbemerkt entkommen. Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag und ließ einen schmerzenden Kloß in ihrem Hals entstehen, der ihr den Atem nahm...“

Kein Husten, kein Räuspern und kein Stühlerücken war zu hören. Einige Zuhörer hatten die Augen geschlossen, andere wiederum hingen an den Lippen der Vorleser. Im Saal der Volkshochschule Schleswig herrschte konzentrierte, entspannte Stille. Vier Buchautoren aus Schleswig-Holstein hatten sich auf den Weg in die Schleistadt gemacht, um aus ihren Büchern vorzulesen. Vier ganz unterschiedliche Menschen, mit ganz unterschiedlichen Leben, aber einer gemeinsamen Leidenschaft: dem Schreiben. Zudem sind sie alle auch frisch gebackene Mitglieder im Verband der Schriftsteller in Schleswig-Holstein.

Die 24-jährige Farina de Waard aus Ostholstein hat mit ihrem ersten Buch „Zorn – Das Vermächtnis der Wölfe“ auf der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr den ersten Preis für Titel, die im Eigenverlag erschienen sind, bekommen. Weiter Folgen sind in Planung. Das Heimatbuch der Kielerin Lillian E. Fern heißt „Sonne-wasser-erste Liebe Ferien in Heikendorf“. Die Geschichte erinnert an die erste Liebe und an Ferien am Strand der Förde. Sandra Florean (41) kommt ebenfalls aus Kiel und las aus ihrem ersten Band einer Trilogie vor. „Mächtiges Blut“ verspricht vampirische Hochspannung. Vierter im Bund war Norman Doderer (30) mit seiner Elfengeschichte „Legenden von Tyr – der Weg nach Aeswyn“.

Unter dem Motto: „Neue Besen kehren gut“ sorgten die Autoren für den Abschluss der Literaturtage. Jedes Jahr wird ein Wochenende lang in einer bestimmten Stadt in Schleswig-Holstein ein buntes Potpourri rund ums Lesen vorgestellt. „Unser Ziel ist es zu zeigen, wie vielfältig, bunt und spannend Literatur sein kann“, sagt Ulrich Borchers, Verbandsmitglied und Moderator der Literaturtage.

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erstellt am 21.Apr.2015 | 07:36 Uhr

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