Endlich freie Fahrt auf der B 76

Durften das Band durchschneiden (v.l.): Torsten Conradt vom Landesbetrieb Straßenbau, Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD), Verkehrsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Jörg Sibbel und Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul (CDU).
Durften das Band durchschneiden (v.l.): Torsten Conradt vom Landesbetrieb Straßenbau, Bundestagsabgeordneter Sönke Rix (SPD), Verkehrsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Jörg Sibbel und Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul (CDU).

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23. Juli 2014, 17:37 Uhr

Auf diesen Augenblick haben die Eckernförder lange gewartet: Gestern Vormittag hat Verkehrsminister Reinhard Meyer das letzte Teilstück der B 76 für den Verkehr freigegeben. Damit ist der vierspurige Ausbau der Straße nach fünf Jahren beendet. Er liegt damit voll im Zeitsoll.

20 000 Kubikmeter Boden wurden in dieser Zeit bewegt, ebenso 10 000 Kubikmeter Asphalt. 2,4 Kilometer lang ist die Strecke zwischen Lornsenplatz und Carlshöhe, für deren vierspurigen Ausbau der erste Spatenstich am 6. Mai 2009 erfolgte. Drei Brückenbauwerke, eine 220 Meter lange Lärmschutzwand und eine 62 Meter lange Stützwand mussten errichtet werden. Die Kreuzungen Noorstraße und Schulweg wurden mit zusätzlichen Fahrspuren ergänzt und mit neuen Ampelanlagen ausgestattet. Zwei Regenrückhaltebecken mit Sandfang und Ölabscheidefunktionseinrichtung sowie eine 285 Meter lange Amphibienleitwand wurden errichtet.

An der Notwendigkeit der 15 Millionen Euro teuren Baumaßnahme ließ Verkehrsminister Reinhard Meyer keinen Zweifel: „18 000 Fahrzeuge pro Tag nutzen diese Strecke. Und die Prognosen gehen von steigenden Zahlen aus.“ Die Instandhaltung der Infrastruktur sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden.

Wie sein Vorredner Meyer dankte auch Bürgermeister Jörg Sibbel allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit. Der Ausbau der B 76 sei für Eckernförde besonders bedeutungsvoll, weil mit ihm auch der innerstädtische Verkehr umgestaltet werden könne. Damit sprach er die Nooröffnung und die geplante Verkehrsberuhigung der Reeperbahn an, die man nach ersten Schätzungen schon in zwei bis drei Jahren in Angriff nehmen könne. Auch der Durchgangsverkehr durch Borby soll über die B 76 gelenkt werden. „Die Kosten von rund 15 Millionen Euro sind deshalb gut angelegt und werden ihre nachhaltige Wirkung entfalten.“

Nach dem Durchschneiden des Bandes ließen es sich die Beteiligten nicht nehmen, in drei Oldtimern den jungfräulichen Asphalt zu befahren. Kurze Zeit später räumten Arbeiter die letzten Baken weg.

Die B 76 ist also frei, einzig die Elemente für die Lärmschutzwand in Höhe der ehemaligen Straßenmeisterei müssen noch eingesetzt werden. Dafür wird in voraussichtlich zwei bis drei Wochen noch ein oder zwei Tage lang eine Spur vorübergehend gesperrt. Bleibt noch die Frage nach der Geschwindigkeitsbegrenzung: Zwischen Carlshöhe bis zur Noorstraße herrscht Tempo 80, von der Noorstraße bis zum Lornsenplatz sind es 60 Stundenkilometer.

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