Königswiesen in Schleswig : Endlich auf dem Trockenen

Kies soll dafür sorgen, dass Wasser besser absickert.
Kies soll dafür sorgen, dass Wasser besser absickert.

Im östlichen Bereich der Königswiesen werden bis Ende der Woche Drainagerohre verlegt – die Veranstalter atmen auf.

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18. Juni 2018, 07:00 Uhr

„Das ist ja hervorragend!“ Kaj-Uwe Dammann kommt aus dem Jubeln kaum noch heraus, als er erfährt, dass die Stadt endlich das umsetzt, was er seit Jahren fordert: das Verlegen von Drainageleitungen auf der großen Rasenfläche im östlichen Bereich der Königswiesen. „Das können wir nur ausdrücklich begrüßen. Denn so wie in den letzten Jahren wäre es nicht mehr weitergegangen. Das war unzumutbar“, sagt der Veranstalter der Schleswiger Wikingertage.

So, damit meint er die Wasser- und Schlammschlachten, denen sich Aussteller und Besucher insbesondere im vergangenen Jahr ausgesetzt sahen. Da hatte Starkregen dafür gesorgt, dass sich der Stadtpark in eine Seenlandschaft verwandelte. Nur wer Gummistiefel dabei hatte, kam einigermaßen trockenen Fußes über das Gelände. Erschwerend hinzu kam, dass das Wasser nur sehr langsam versickerte. Noch Tage später war die Wiese von einer riesigen Pfütze bedeckt. Ein Phänomen, das bereits seit Jahren für Sorgenfalten bei Veranstaltern und auch der Stadt sorgte.

Die hat nun also reagiert. Für rund 90 000 Euro werden gleich mehrere Maßnahmen umgesetzt, um das Wasserproblem aus der Welt zu schaffen. In den Senken werden Gullis und Furchen gesetzt. Über Drainageleitungen soll das Wasser dann in den Schleikanal im nördlichen Bereich der Königswiesen abgeleitet werden. Dabei werden Rückstauklappen eingebaut, damit bei Schleihochwasser ein Rückfluss verhindert wird. „Wir versprechen uns durch die Maßnahme eine Verbesserung für alle Nutzer der Königswiesen: Besucher und Veranstalter“, erklärt Rathaussprecher Eric Gehrke auf Nachfrage. Bis Ende der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

„Wir hoffen, dass die Drainage Wirkung zeigt“, blickt Dammann auf die nächsten Wikingertage voraus, die vom 9. bis 12. August auf den Königswiesen stattfinden. Etwa zwei Wochen später, am 30. August, feiert dort dann auch das „Norden“-Festival Premiere. Bis zum 16. September wird dort jeweils von Donnerstag bis Sonntag ein breit gefächertes Kulturprogramm angeboten – zum Großteil unter freiem Himmel. Entsprechend erleichtert ist auch Veranstalter Manfred Pakusius, dass die Stadt nun Maßnahmen ergriffen hat, um den Stadtpark trocken zu legen. „Wenn das nicht passiert wäre, hätten wir uns Sorgen gemacht. Wir haben die Fläche über ein Jahr lang intensiv beobachtet. Da gab es zwei, drei Stellen, die nach Regenfällen besonders feucht waren“, sagt er. Jetzt sei er guter Dinge, dass seine Veranstaltung gut gewappnet ist – wenn es sein muss, auch für norddeutsches Schmuddelwetter.

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