Einstürzende Altbauten

shz.de von
23. August 2013, 09:57 Uhr

Sie sind der Nervenstrang der Innenstadt – Schleswigs Parkflächen. Sie bieten ausreichend Stellplätze und liegen zentral zur Einkaufszone. IHK und Stadtmanagement haben ermittelt, dass das (kostenfreie) Parkplatzangebot die beste Note in der Kunden-Bewertung aller innerstädtischen Kaufanreize erhält.

Sollte das Parkhaus im Wortsinne wegbrechen, wäre das eine Katastrophe für die Umsätze in der Ladenstraße, die eh schon gebeutelt ist durch eine inzwischen altbackene Gestaltung und unter dem Schwund inhabergeführter Geschäfte leidet. Insofern muss alles getan werden, damit dieser GAU nicht eintritt.

Die Frage, die sich dennoch alle Schleswiger stellen, lautet mit Walter Kempowski: „Nein, wie isses nun bloß möglich?“ Eigentlich ist es ja mehr ein den Spott fürchtender Seufzer als eine Frage, denn echte Antworten darauf und wahre Rechenschaft dürften auch diesmal von den Verantwortlichen nicht vorgesehen sein.

So ähnlich wie die Schleswiger auch heute noch nicht wissen, wer den demnächst beginnenden Abbruch ihres schönen alten Stadttheaters wirklich zu verantworten hat, weil dessen statische Probleme kaschiert wurden.

Egal. Was die Stadt jetzt mehr denn je braucht, ist ein tougher Krisenmanager. Aber bald ist ja Wahl ...

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