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Schleswiger Kanu-Club : Einmal um die Welt gepaddelt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Doris Dibbern hat mit ihrem Kajak 40 000 Kilometer hinter sich gebracht.

Seit 1971 ist Doris Dibbern nun schon Mitglied im Schleswiger Kanu-Club. Eine lange Zeit, in der sie viele Kilometer gepaddelt ist. Sehr viele sogar. Denn jetzt hat Dibbern, die inzwischen Vorsitzende des Vereins ist, etwas geschafft, was für die meisten aktiven Kajak-Sportler unerreichbar bleibt: Sie ist 40  000 Kilometer gepaddelt, also quasi einmal um die ganze Welt. Dafür gibt es vom Deutschen Kanuverband das „Globus“-Abzeichen, das deutschlandweit erst knapp 700 Mal verliehen wurde.

In der Geschichte des Schleswiger Clubs haben bisher nur fünf Männer diese Strecke auf dem Wasser zurückgelegt. Mit Doris Dibbern hat dies nun erstmals auch eine Frau geschafft. „Seit 1971 habe ich gewissenhaft mein Fahrtenbuch geführt, und alle Strecken aufgeschrieben“, erzählt sie. Dies war auch nötig, denn die Fahrtenbücher werden einmal im Jahr zunächst vom ortsansässigen Wanderwart und anschließend auch vom Landeskanuverband in Kiel geprüft.

Ein schöner Tag sei es gewesen, als sie die letzten sechs Kilometer auf der Schlei paddelte, um die 40  000 endlich voll zu machen, erzählt Dibbern. „Es war stürmisch. Als ich wieder anlegte, haben mich einige Mitglieder mit einem Glas Sekt empfangen und sich für mich mitgefreut“, sagt sie glücklich. Auch ihr Mann war dabei. Ihn hat sie vor 19 Jahren kennengelernt. Natürlich im Kanuclub. Er besuchte damals einen Sicherheitskurs für Kajakfahrer, den Dibbern mitveranstaltete. Seit damals paddeln beide nun gemeinsam, meistens über die Schlei – aber nicht immer. „2006 haben wir in Grönland eine Kajaktour gemacht, die tatsächlich etwas aus dem Ruder lief. Abseits jedweder Zivilisation hatten wir fünf Tage lang nur heftigen Sturm und Regen, sodass an weiterpaddeln nicht zu denken war. Selbst aus dem Zelt kamen wir kaum heraus. Nach diesem Urlaub waren wir der Ansicht, wenn wir es 120 Stunden gemeinsam auf zwei Quadratmetern aushalten, dann können wir auch heiraten.“ So ist es dann auch passiert.

Doris Dibbern wird natürlich auch in Zukunft fleißig weiter paddeln: „Es ging mir nie darum, stur die Kilometer runterzureißen. Wasserwandern ist einfach eine wunderschöne Möglichkeit, Natur zu erleben.“

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