Treia : Einmal Feuerwehrmann sein

Wasser marsch: Robin und Linda (v.l.) haben mit Stephan Peltzer eine Wasserleitung verlegt.
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Wasser marsch: Robin und Linda (v.l.) haben mit Stephan Peltzer eine Wasserleitung verlegt.

Die Treianer Wehr gewährt Grundschülern Einblicke in ihre Arbeit. Die Aktion soll wiederholt werden.

shz.de von
14. Juni 2018, 12:00 Uhr

Die Brandschutzerziehung ist im Heimat-, Welt- und Sachunterricht der Grundschulen seit vielen Jahren fester Bestandteil des Lehrplans. Richtig spannend wird es, wenn die Schüler sich die Löschfahrzeuge, Wasserschläuche und Gerätschaften aus der Nähe ansehen können. So wie die Schüler der Treianer Grundschule. Für die vierten Klassen hatten die Kameraden an drei Tagen Gerätehaus und Fahrzeuge geöffnet. Begeistert schauten die Kinder den Feuerwehrleuten über die Schulter.

„Wir möchten die Kinder früh für das Thema Feuer sensibilisieren“, erklärte der stellvertretende Wehrführer, Stephan Peltzer. Wer sicher weiß, was in einem Brandfall zu tun ist, der kann im Ernstfall schnell und ruhig reagieren. Auch mögliche Ängste sollen genommen werden. „So ein komplett ausgerüsteter Feuerwehrmann sieht ja schon komisch aus. Vor allem, wenn er auch noch eine Atemmaske trägt“, erklärte er.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Feuerwehrleute die Schüler der gleich gegenüber liegenden Grundschule eingeladen. Die Resonanz war von allen Seiten durchweg positiv – ein Grund mehr, die Einladung zu wiederholen. „Wir können uns gut vorstellen, unseren Feuerwehr-Workshop auch für die kommenden Abschlussklassen anzubieten“, erzählte Wehrführer Michael Nissen.

Die kleinen Gäste konnten sich ansehen, wie viele Geräte in so einem Löschfahrzeug verstaut sind und staunten nicht schlecht, was alles hineinpasst. Als sie in Gruppen verschiedene Aufgaben erledigten, zum Beispiel eine Wasserversorgung herstellten und mit dem Strahlrohr löschten, merken sie, dass vieles nur dann funktionierte, wenn sie zusammen anpackten. „Feuerwehr ist keine Einmannshow, sondern Teamwork“, erklärte Stephan Peltzer, „das lernt man in der Praxis am besten.“

Der Besuch bei der Feuerwehr ging also über die reine Vermittlung von Wissen hinaus. Er sensibilisierte für Gefahren und zeigte den Schülern, dass man sich immer auf die Feuerwehr verlassen kann. „Im vergangenen Jahr sind nach diesem Workshop vier Kinder in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Die Nachwuchswerbung steht aber nicht im Fokus. Sie ist nur ein Nebeneffekt – wenn auch ein sehr schöner“, sagte der Wehrführer.

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