Corona-Regeln : Einkaufen nur noch alleine: Halten sich die Schleswiger an die Maßnahme?

Bei Edeka Christensen ist wenig los.
Bei Edeka Christensen ist wenig los.

Seit Donnerstag dürfen die Schleswiger nur noch alleine einkaufen. Supermärkte ziehen eine erste Bilanz.

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22. Februar 2021, 14:52 Uhr

Schleswig | Vergangene Woche hat sich der Kreis mit dem Land auf strengere Corona-Maßnahmen im Kreisgebiet verständigt. Eine von ihnen besagt, dass nur noch eine Person aus einem Haushalt einkaufen gehen darf. Wir wollten wissen, ob sich die Schleswiger daran halten – und haben in mehreren Supermärkten nachgefragt.

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„Am Donnerstag mussten wir die Kunden noch häufig darauf hinweisen, dass sie nur alleine Einkaufen gehen dürfen“, sagt Tanja Jürgensen, die am Service-Center bei Real an der Flensburger Straße arbeitet. Das habe aber überwiegend daran gelegen, dass viele die neue Regelung zu dem Zeitpunkt noch nicht mitbekommen hatten.

Inzwischen halten sich aber alle daran. Tanja Jürgensen
 

Dank großer Hinweisschilder am Eingang, müssten sie und ihre Kollegen die Kunden auch nicht oft an die Regel erinnern.

Vergangene Woche sei es auch bei Famila „eher schwierig gewesen“, sagt uns Inka Köster, die stellvertretende Filialleiterin. Viele Kunden seien davon ausgegangen, dass die neue Regel erst später gelte. „Aber inzwischen wird das gut angenommen.“ Nur vereinzelt komme es noch zu Diskussionen, weil einige Menschen kein Verständnis für die Maßnahme hätten. „Obwohl wir ja auch nichts dafür können.“

Wenig los im Stadtweg

Bei Edeka Christensen im Stadtweg gibt es diesbezüglich so gut wie keine Probleme. „Da wir ja hier mitten in der Innenstadt sind und alle Läden zu haben, ist bei uns zurzeit sowieso wenig los“, sagt Angela Christensen. Mit Problemen, wie etwa der Einhaltung der neuen Einkaufsregel, hätten die Mitarbeiter deshalb kaum zu tun.

Lena Kirchschläger, Inhaberin des Naturmarktes in der Königstraße, erzählt, dass sich viele Schleswiger dafür bedanken würden, dass die Mitarbeiter im Markt so akribisch auf die Umsetzung der Abstands- und Hygieneregeln achten würden. „Das gibt uns natürlich viel Kraft.“

Denn die aktuelle Situation sei auch für die Mitarbeiter anstrengend. Dass sich alle an die Regeln halten, sei auch für das Personal in Supermärkten sehr wichtig, denn sie seien der Angst vor dem Virus den ganzen Tag lang ausgesetzt. „Die große Mehrheit hält sich aber an die Maßnahmen und auch daran, nur allein einkaufen zu gehen.“ Es gebe jedoch auch immer wieder Diskussionen mit Menschen, die die Regeln nicht umsetzen wollen.

Das ist sehr kräftezehrend. Wir sind alle Corona-müde, aber es geht nun mal nicht anders. Lena Kirchschläger
 

Deshalb wünsche sie sich, „dass jetzt nochmal alle an einem Strang ziehen, und die Regeln ernst nehmen“.

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