auf der Freiheit : Einigung im Wegestreit ist in Sicht

Kein Durchkommen: Wo Gras und Rosenhecken wachsen, plant die Stadt einen Wanderweg durch den Garten von Dörte Schoenmakers (links) und Karin und Peter Finger.
Foto:
Kein Durchkommen: Wo Gras und Rosenhecken wachsen, plant die Stadt einen Wanderweg durch den Garten von Dörte Schoenmakers (links) und Karin und Peter Finger.

Grundstücks-Eigentümer stellen Bedingungen für öffentliche Fußwege durch ihren Gärten.

von
13. Januar 2015, 07:37 Uhr

Der Wanderweg zwischen dem Holm und der Uferpromenade auf der Freiheit ist bereits fast zur Hälfte fertig. Aber noch immer ist die Frage nicht endgültig geklärt, ob dieser Wanderweg – wie ursprünglich geplant – über mehrere kleine Stichwege direkt mit den neuen Wohnstraßen auf der Freiheit verbunden wird. Wie berichtet, sollten diese Stichwege quer über die Privatgrundstücke verlaufen, auf denen bereits seit einigen Jahren die markanten Appartementhäuser am Schleiufer stehen. Die Wohnungseigentümer beteuern, nichts von diesen geplanten Wegen gewusst zu haben und kündigten noch im vergangenen Herbst an, sich zu wehren.

Jetzt zeichnet sich eine Einigung zwischen ihnen und der Stadtverwaltung ab. Die Stadt beabsichtigt, die Stichwege jetzt nachträglich ins Grundbuch eintragen zu lassen. Das war bisher nicht geschehen. Im Rathaus hatte man sich darauf verlassen, dass es ausreicht, dass die Wege im Entwurf für den Bebauungsplan verzeichnet sind. Im Jahr 2004 hatte die Entwicklungsgesellschaft Team Vivendi mit der Stadt einen städtebaulichen Vertrag geschlossen, der Grundlage ist für den B-Plan. Diese Vertragsinformationen waren nach übereinstimmender Darstellung mehrerer Grundstückskäufer nicht deutlich an sie weitergegeben worden.

Vor diesem Hintergrund erschien es ungewiss, wie ein Rechtsstreit um die Stichwege enden würde. Peter Finger, der mit seiner Frau Karin in einem der Appartementhäuser wohnt und zu den Wortführern der Eigentümer zählt, sagt jetzt: „Wenn unsere Bedingungen erfüllt werden, sind wir mit den Stichwegen einverstanden.“ Die erste Bedingung gilt dabei inzwischen als unstrittig: Die Wege werden nicht, wie bislang vorgesehen, anderthalb Meter an den Hauswänden entlang quer durch die Gärten angelegt, sondern auf den Grundstücksgrenzen jeweils in der Mitte zwischen zwei Appartementhäusern. Worauf Finger noch wartet, ist die Zusicherung, dass die Eigentümer den Bau der Stichwege nicht selbst bezahlen und auch nicht für Pflege und Winterdienst aufkommen müssen.

Mit einer gewissen Erleichterung registriert man die mögliche Einigung auch bei Team Vivendi. „Die Grundstücke befinden sich nicht mehr in unserem Besitz, Team Vivendi ist aber daran interessiert, dass die aufgetane Problematik allseits einvernehmlich gelöst wird“, sagt Unternehmenssprecher Michael Radtke. Die zuständige Mitarbeiterin habe deshalb alle Gespräche zwischen den Bewohnern der Appartementhäuser und der Stadt Schleswig persönlich begleitet. Team Vivendi habe sich zudem „ohne jedes Präjudiz“ bereit erklärt, für die Grundstückseigentümer die Notarkosten zu übernehmen, die entstehen, wenn die Stichwege nachträglich ins Grundbuch eingetragen werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen