Awo-Ferienbetruung in Schleswig : Eine Stütze für berufstätige Eltern

Die Betreuer Jule Korban und Niels Spitzka bieten den Kindern täglich ein abwechslungsreiches Programm.
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Die Betreuer Jule Korban und Niels Spitzka bieten den Kindern täglich ein abwechslungsreiches Programm.

Die Ferienbetreuung der Awo für sechs- bis zwölfjährige Kinder ist seit Jahren gut besucht. Anmeldungen noch in dieser Woche möglich.

shz.de von
28. Juli 2015, 07:53 Uhr

Jule Korban zieht eine positive Zwischenbilanz: „Obwohl die Kinder bei uns nicht in ihrer gewohnten Umgebung sind, wie es ja die Schule oder der Sportverein ist, entstehen hier jedes Mal wieder ganz schnell Freundschaften, und niemand sitzt ohne Anschluss herum, bis er wieder abgeholt wird.“ Im Gegenteil: Bereits am Montag vor einer Woche, dem ersten Tag der Ferienbetreuung, sei ein Vater auf sie zugekommen, um zu fragen, ob sein Sohn noch länger bleiben könne, denn dieser wolle noch nicht mit nach Hause. „Die Familie ist erst vor zwei Wochen aus Frankreich nach Schleswig gezogen. Schön, dass Joschua bei uns gleich so heimisch geworden ist.“

Das Betreuungs-Angebot der Awo wird von immer mehr berufstätigen Eltern genutzt, die Probleme haben, ihre Kinder während der sechswöchigen Sommerferien unterzubringen. Und die Mädchen und Jungen scheinen damit offenbar sehr zufrieden zu sein. Denn das Angebot ist so vielfältig, dass kaum Langeweile aufkommen kann.

Das Ferien-„Kindernest“ befindet sich im Forum im Friedrichsberg (FiF), während der Schulzeiten von der Bugenhagenschule für die offene Ganztagsschule genutzt wird. Es gibt dort viele Gesellschaftsspiele, einen Kreativraum zum Basteln, ein Leisezimmer, in dem Kinder zum Beispiel Höhlen bauen oder ein Buch lesen können, einen großen Raum mit einem Tischkicker und und und... Die Mädchen haben vergangene Woche fleißig den Tanz aus dem Film „Pitch Perfect“ geübt, erzählt Jule Korban. „Aber Bügelperlen gehen auch immer. Daraus machen wir Untersetzer, die die Kinder mit nach Hause nehmen können zur Erinnerung“, sagt Niels Spitzka, der zurzeit seinen Bundesfreiwilligendienst bei der Awo ableistet.

Neben Jule Korban, der gelernten sozialpädagogischen Assistentin, die derzeit im dritten Lehrjahr auch noch eine Ausbildung zur Erzieherin macht, ihrem Bruder Sebastian sowie ihrer Mutter Maren Korban, der Geschäftsführerin der Awo in Schleswig, unterstützen insgesamt vier Bundesfreiwilligendienstler das Projekt. „Wir bieten eine Ganztagsbetreuung von 7 Uhr bis 18 Uhr und wechseln uns dabei natürlich ab, sodass immer mindestens zwei Betreuer vor Ort sind. Das richtet sich auch ein wenig nach der Anzahl der angemeldeten Kinder“, erklärt Jule Korban. Das „Kindernest“ hat noch bis Ende dieser Woche und dann wieder in den Herbstferien geöffnet. Die Preise sind moderat, damit auch wirklich jeder dieses Angebot annehmen kann. Unternehmen wie Helios und die Gewoba zahlen ihren Mitarbeitern sogar anteilig die Betreuungskosten.

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