zur Navigation springen

Feuerwache im Friedrichsberg : Eine Schatulle und viel Löschwasser zur Grundsteinlegung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bauarbeiten für die neue Feuerwache am Karpfenteich haben begonnen. Das 4,4-Millionen-Euro-Projekt liegt voll im Zeitplan.

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 08:32 Uhr

Sogar dem Regen konnte Bürgermeister Arthur Christiansen gestern etwas abgewinnen. „Löschwasser kann man immer gebrauchen“, sagte er mit einem Lächeln auf der Baustelle der neuen Feuerwache am Friedrichsberger Karpfenteich. Kurz vor der offiziellen Grundsteinlegung war ein kräftiger Schauer niedergegangen, so dass Christiansen und viele weitere Gäste des Festakts in einem Bürocontainer Unterschlupf suchten. Aber das tat der Freude des Bürgermeisters über den Baufortschritt keinen Abbruch. „Heute ist für uns alle ein ganz besonderer Tag. Auch wir können bauen und uns an Zeitpläne halten“, frohlockte Christiansen vor zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, Handwerk und vor allem der Feuerwehr.

Anschließend schritt er gemeinsam mit Wehrführer Sönke Schloßmacher, Bauamtsleiterin Manja Havenstein und Projektleiter Uwe Ströh (Bauamt) zur Tat und mauerte die obligatorische Zeitkapsel ein. In der kupfernen Schatulle befinden sich unter anderem zwei Tageszeitungen, die Chronik der Schleswiger Feuerwehr, 3,88 Euro (von jeder Münze ein Exemplar) und eine von der Stadt angefertigte Urkunde, auf der unter anderem die aktuelle Einwohnerzahl Schleswigs mit 25  578 angegeben ist.

Gut zwei Monate nach dem ersten Spatenstich zeichnen sich die Konturen der neuen Wache mit einer Grundfläche von rund 1600 Quadratmetern bereits ab. Sieben Fahrzeuge, ein Boot und diverse Anhänger werden dort in Zukunft untergebracht sein. Hinzu kommen für den Friedrichsberger Löschzug Verwaltungs- und Schulungsräume, Umkleiden, eine Waschhalle und ein Lager. Auch die Jugendfeuerwehr wird in dem Gebäude ihre Heimstätte finden.

Wenn alles gut läuft, so Projektleiter Ströh, werde die Betondecke noch vor Weihnachten aufliegen, so dass Anfang 2018 mit den Innenarbeiten begonnen werden könne. Die Fertigstellung des Baus ist für den Herbst nächsten Jahres vorgesehen. „Ich hoffe, dass auch die Kosten eingehalten werden können“, sagte Ströh. Bislang sind 4,4 Millionen Euro für die erste von zwei neuen Feuerwachen für die Schleswiger Wehr veranschlagt. Es seien aber noch nicht alle Ausschreibungen erfolgt.

Mit Kosten von 3500 Euro fällt der Amphibienzaun, der am Bahndamm errichtet werden musste, vergleichsweise nicht weiter ins Gewicht. Dennoch hätte die auf dem Grundstück angeblich gesichtete Zauneidechse das Bauvorhaben beinahe verzögert. Eine Woche bevor die Bagger anrollten, habe man ein Foto von der Echse zugeschickt bekommen, erinnert sich Ströh. In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde habe man dann aber schnell die Lösung mit dem Zaun umsetzen können. Dieser soll verhindern, dass Tiere auf die Baustelle gelangen. Seitdem seien weder Zauneidechsen noch irgendwelche Kröten aufgetaucht, stellten auch Christiansen und Schloßmacher klar.

Der Wehrführer wies mit süffisantem Unterton auch darauf hin, dass sogar ein Lärmschutzgutachen erforderlich gewesen sei. „Hier fahren 45 Züge am Tag vorbei. So laut wie die ist die Feuerwehr im ganzen Jahr nicht“, betonte Schloßmacher. Wie bestellt, donnerte just in dem Moment ein Zug an der Baustelle vorbei. Mit diesem Lärm werde es aber irgendwann vorbei sein. Wie der Wehrführer weiter ausführte, werde die Bahn neben der Feuerwache eine Lärmschutzwand errichten. Die sei unabhängig von dem Neubau ohnehin dort geplant gewesen.

Mit dem Bau des zweiten Gerätehauses am Kattenhunder Weg soll im nächsten Sommer begonnen werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen