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Schleswig-Slogan : Eine Jury für die Wikingerstadt

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Tourismus suchen einen neuen Schleswig-Slogan. Die Ratsversammlung entscheidet im Juli.

„Die freundliche Kulturstadt“ hat ausgedient. Noch in diesem Sommer will sich Schleswig mit einem neuen Slogan schmücken. Die wichtigste Vorentscheidung fällt voraussichtlich am 29. April. Dann trifft sich bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Jury aus neun Männern und zwei Frauen und sichtet Vorschläge, die rund 20 Marketing-Büros in den kommenden vier Wochen einreichen werden. „Ich hoffe, dass wir gleich bei der ersten Zusammenkunft zu einem Ergebnis kommen werden“, sagt IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesenmann.

Er selbst gehört der Jury nicht an, hat aber von der Stadt Schleswig den Auftrag erhalten, das Auswahlverfahren zu koordinieren. Dabei gibt es eine klare Vorgabe: Im Mittelpunkt des Slogans und des Logos soll das Thema Wikinger stehen. Das haben der Kultur- und der Hauptausschuss entschieden – nach einer informellen Bürgerbefragung und einem monatelangen Tauziehen, bei dem insbesondere die Vertreter der SPD-Fraktion immer wieder Bedenken gegen das Thema Wikinger angemeldet hatten.

Die Sozialdemokraten sind in der Jury nicht vertreten. Dort sitzen nun – neben Bürgermeister Arthur Christiansen und den Ausschuss-Vorsitzenden Holger Ley (CDU) und Babette Tewes (Grüne) teilweise dieselben Wirtschaftsvertreter, die im vergangenen Jahr den Slogan „Wikingerstadt Schleswig – Natur und Kultur am Ostseefjord“ vorgeschlagen hatten. Wesemann hält es dennoch für vorstellbar, dass am Ende ein anderes Ergebnis herauskommen wird. Die Juroren werden die aus ihrer Sicht besten Vorschläge prämieren. Die Preisverleihung ist für den Spätsommer geplant.

Die endgültige Entscheidung, welchen Slogan die Stadt künftig auf ihren Briefkopf schreiben wird, trifft jedoch die Ratsversammlung, und zwar vermutlich auf ihrer letzten Sitzung vor den Sommerferien am 13. Juli. „Ich gehe nicht davon aus, dass die grundsätzliche Debatte um das Wikinger-Thema dann noch einmal von vorn beginnt“, sagt Wesemann. „Schließlich muss man irgendwann auch mal an einer Grundsatzentscheidung festhalten, wenn sie einmal getroffen ist.“

 

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erstellt am 12.Mär.2015 | 07:43 Uhr

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