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„Galerie auf der Schlei“ : Eine glatte Eins für den Weitsprung auf dem Wasser

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

57 Schüler von vier Schleswiger Schulen stellen elf schwimmende Kunstobjekte auf dem Wasser aus.

Seit dem Wochenende schwimmt sie wieder in bunter Vielfalt am östlichen Ende der Promenade: die Galerie auf der Schlei. Die elf Kunstobjekte wurden von 57 Schülern der Jahrgänge fünf bis 13 von vier Schleswiger Schulen hergestellt und werden über die Sommermonate die Schlei verschönern – ehe sie Ende September versteigert werden, um so Kapital für die neue Galerie im nächsten Jahr zur Verfügung zu haben.

In diesem Jahr beteiligte sich die Stadt mit 4400 Euro an der Kunstausstellung auf dem Wasser. „Wir sind keine reiche Gemeinde, aber wir haben Ideen und Kreativität“, erklärte Bürgermeister Arthur Christiansen. „Ich wäre nicht auf die tolle Idee gekommen, ein Kartenhaus auf das Wasser zu setzen“, wandte er sich an die 22 Schüler der Bruno-Lorenzen-Schule, die im Wahlpflicht-Kurs Kunst neben dem Kartenhaus auch eine Nana-Figur sowie einen Kubus ausgearbeitet haben. „Hoffentlich kriegen wir dafür eine gute Note im Abschlusszeugnis“, wussten die Schüler das Lob in einer kurzen Ansprache gekonnt für sich zu nutzen. Und sie nahmen auch die Gelegenheit wahr, ihrer Lehrerin Sünje Pietsch dafür zu danken, „dass Sie es mit uns ausgehalten und uns motiviert haben“.

Für die auf Pontons schwimmenden und mithilfe von Gullydeckeln im Boden verankerten Objekte wurden die unterschiedlichsten Materialien verwendet. So gibt es neben Metall- und Holzobjekten ein Boot aus Zeitungspapier, das wie die quietschgelbe Ente in der Freizeit von zehn Dannewerkschülern zwischen zehn und 17 Jahren entstanden ist. Die Arbeiten unter Leitung von Katharina Kornrumpf erhalten keine Noten, werden jedoch im Zeugnis erwähnt. Satte 14 Punkte und damit eine glatte Eins gab es dagegen für den simulierten Weitsprung, der sich in einer Bildfolge auf der Schlei befindet und auch Arthur Christiansen „sehr beeindruckt“. Bei den zehn Abiturienten der Lornsenschule fließt diese Note wie bei den Schülern der Bruno-Lorenzen-Schule mit in die Abschlusszeugnisse ein. Als Grundlage für die Benotung wurden im Rahmen des von Holger Sagunski geleiteten Seminarkurses Mappen angelegt, die den Entstehungsprozess der fünf Arbeiten genau dokumentieren.

Im Rahmen einer AG beteiligten sich zudem 15 Schüler der fünften und sechsten Klassen der Gallbergschule an dem Projekt. Jeden Montagnachmittag saßen sie zusammen, um an ihrer Idee – einem Pinguin – zu basteln. Dem finalen Entwurf waren jede Menge Vorschläge rund um das Thema Wasserspiele sowie mehrere kleine Modelle vorausgegangen. Durch ihren Einsatz hätten die Schüler „unsere Stadt noch schöner gemacht“, so Christiansen.

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