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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:54 Uhr

Schleswig : Eine ganze Straße als Tanzbühne

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beim Nordstadtfest kommen 3500 Euro Spenden für die Hospizdienste in Schleswig und Flensburg zusammen.

„Super, überwältigend!“ Schon einige Stunden bevor das zweite Nordstadtfest in der Breslauer und Königsberger Straße zu Ende ging, fiel das Fazit von Mitinitiatorin Anja Eßer überaus positiv aus. „Dank der vielen Helfer ist bisher alles reibungslos verlaufen“, freute sie sich, dass sich die viermonatige Planung gelohnt hatte. Das zeigte sich nicht nur an der gut besuchten Spiele- und Schlemmermeile am Nachmittag sowie an den tanzenden Besuchern vor der großen Musikbühne am Abend – sondern vor allem an der prall gefüllten Spendenkasse. Rund 3500 Euro sind für den ambulanten Hospizdienst Schleswig und den Kinder- und Jugendhospizdienst Flensburg zusammengekommen – und damit 1000 Euro mehr als beim letzten Nordstadtfest vor zwei Jahren.

„Die 1250 Lose waren schon nach zwei Stunden ausverkauft“, sagte sie und begrüßte es sehr, dass diesmal auch das Schleswiger Stadtmanagement mit im Boot saß: „Monika Siegel und Anke Freiberg haben die Tombolapreise verteilt.“ Aber auch darüber hinaus seien sie immer ansprechbar gewesen und hätten hilfreiche Kontakte hergestellt, so etwa zu den Stadtwerken – die wiederum für den Aufbau der großen Bühne mitten auf der Breslauer Straße verantwortlich waren. „Zudem wurden wir in diesem Jahr durch die Umweltdienste unterstützt“, ergänzte sie.

Helfende Hände kamen auch von der Gewoba. „Wir waren schon um 14 Uhr hier und haben mit beim Aufbauen geholfen“, erklärte Anne Rohde. Sie komme zwar aus dem Friedrichsberg, aber trotzdem gefiel es ihr auf dem Fest „sehr gut“. Gerade das Angebot der Spielemeile hätte ihr gefallen. Dort seien viele Kinder unterwegs gewesen, obwohl die Spiele eigentlich für Groß und Klein etwas zu bieten hatten. So gab es ein überdimensioniertes Spiel „Vier gewinnt“ und „die Geschicklichkeitsspiele fanden vor allem die Männer toll“, schmunzelte sie. „Ich finde es toll, dass sich beide so engagieren“, richtete ihre Kollegin Karin Ilper dann noch ein großes Lob an die Veranstalter um Anja Eßer und Kai Schulte-Göcking.

Dem stimmten Anja Metzen-Meier und Helmut Grad voll zu: „Wir finden es total toll, dass was für den Hospizdienst getan wird.“ Bei ihrem vierten Besuch in Schleswig-Holstein verweilen die Besucher aus der Vulkaneifel derzeit acht Tage lang in Schleswig. „Uns gefällt es sehr gut hier.“ Von dem Nordstadtfest hätte ihnen Ingo Haack erzählt, der dem Schleswiger Musik-Trio „Intakt“ angehört. Zusammen mit „King’s Landing“ und den „Beatniks“ sorgte die Band den ganzen Tag über für musikalische Unterhaltung – und eine volle Straße.

Denn je später der Abend, desto voller wurde die zur Tanzfläche umgewandelte Breslauer Straße. Selbst die Getränkelieferanten schwangen elegant die Hüften. Da störte auch der eine oder andere Regentropfen von oben nicht weiter. Im Gegenteil, einige leicht bekleidete Herren schienen sich mit ihren Tanzeinlagen vor einer Gänsehaut retten zu wollen.

Mittendrin war auch die zehnjährige Johanna. Bereits am Nachmittag hatte sie sich beim Torwandschießen und in der Hüpfburg ausgetobt, nun blieb immer noch Energie vor einen wilden Tanz über den Asphalt. Aber auch Katja Petersen gefiel das Fest: „Die Musik ist gut.“ Dasselbe schienen die strahlenden Gesichter von Gitta und Ramona Richardsen zu sagen, während sie im Takt der Musik mitwippten. Sie wohnen direkt nebenan. „Ich war schon vor zwei Jahren hier. Es gefällt mir immer wieder gut“, meinte Gitta Richardsen.

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