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Schleswiger Nachrichten

22. Oktober 2017 | 07:08 Uhr

Böklund : Eine äußerst musikalische Schule

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schülerchor, Instrumental-AG und Weihnachtskonzert: Die Auenwaldschule in Böklund gehört zu den Gewinnern bei bundesweitem Musik-Wettbewerb.

Die Auenwaldschule hat einen Hauptpreis im Wettbewerb „musik gewinnt!“ erhalten. Die Mitteilung, die Schulleiterin Daniela Juhász den Schülerinnen und Schülern des Schulchors und der Musik AG überbrachte, quittierten diese mit einem Jubelschrei, der sicher auch noch außerhalb der Schule zu hören gewesen sein wird.

Der Wettbewerb „musik gewinnt!“ zeichnet alle zwei Jahre deutschlandweit musikalisch besonders aktive Schulen aller Schulformen aus und stellt ihre Konzepte der Öffentlichkeit vor. Sie sollen als Modelle dienen und andere Schulen zu ähnlichen musikalischen Aktionen anregen. Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Bundesverband Musikunterricht (BMU), gemeinsam mit der Strecker-Stiftung, dem Kulturradio WDR 3, der Stiftung Hören und dem Deutschen Musikrat.

„Wir sind besonders stolz auf diese Auszeichnung, weil wir die einzige Regelgrundschule unter den sechs Hauptpreisträgern sind und auch die einzige Schule Schleswig-Holsteins, die gewonnen hat“, erklärte Juhász. Nur die private Grundschule der Regensburger Domspatzen hatte es auch in diese Gruppe geschafft.

Die Musikprofilierung der Auenwaldschule ist beispielhaft. Von der ersten bis zur vierten Klasse findet der Musikunterricht an zwei Stunden in der Woche statt. Ab dem zweiten Schuljahr besteht für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, am Chorunterricht teilzunehmen. Von 129 möglichen Teilnehmern besuchen derzeit 99 Kinder freiwillig diesen Chor. „Für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache haben, fördert das Erarbeiten von Textpassagen und das Singen von Wörtern in einer noch fremden Sprache zudem die Sprachkompetenz“, sagt Juhász.

Ein weiteres musikalisches Gemeinschaftsangebot der Schule ist die Instrumental-AG, die mit halbjährlicher Bindung für Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen angeboten wird. Diese Arbeitsgemeinschaft wird kontinuierlich von 16 bis 20 Kindern besucht. Gearbeitet wird an Stabspielen, am Schlagzeug, an Gitarren, Rhythmusinstrumenten und so genannten „Boomwhackers“, das sind Musikinstrumente, die aus unterschiedlich langen Kunststoffröhren bestehen, die Töne erzeugen, wenn man sie gegeneinander, auf den Boden, den Körper oder jede beliebige Oberfläche schlägt. Sowohl reine Instrumentalstücke wie auch Begleitmusik für den Chor werden einstudiert. Ab dem zweiten Schuljahr bieten Flöten-Arbeitsgemeinschaften auf drei unterschiedlichen Anforderungsniveaus einen weiteren Zugang zur Musik.

Die Schüler der Auenwaldschule präsentieren ihr Können auf einem Sommer- und einem Weihnachtskonzert sowie bei Besuchen in den anliegenden Seniorenheimen oder gemeinsam mit Erwachsenenchören. „Das alles ist nur möglich, weil unser ganzes Kollegium hinter dieser musikalischen Ausrichtung steht“, erklärt Juhász. Sie wird mit mehreren Begleitern am Freitag, 13. November, um 18 Uhr den mit 2000 Euro dotierten Preis im großen Sendesaal des WDR-Funkhauses in Köln entgegennehmen.



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