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Dreiste Diebe : Einbruch in Havetofter Kindergarten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Polizei ermittelt wegen schweren Diebstahls: Bargeld und zwei Kameras mit Entwicklungsfotos der Kinder wurden entwendet.

Am vergangenen Wochenende, zwischen Freitagmittag und Montagmorgen, verschafften sich ein oder mehrere Täter Zutritt zum ADS-Kindergarten in Havetoft. Sie brachen Schranktüren auf und stahlen zwei Kameras sowie ungefähr 100 Euro Bargeld. „Wir haben noch Glück gehabt“, sagt Kindergartenleiterin Birte Krambeck. Denn die Einbrecher hätten keinen großen Schaden hinterlassen. Allerdings treffe den Kindergarten vor allem der Verlust der Kameras, in denen sich die Entwicklungsfotos der Kinder aus den letzten drei Monaten befunden hätten. Die seien jetzt wohl endgültig verloren.

„Die Ängste der Kinder waren geringer als beim Einbruch vor zwei Jahren“, so Krambeck. Deshalb habe man diesen dieses Mal nicht ausdrücklich gegenüber den Kindern thematisiert, sondern nur bei Nachfragen der Kleinen darüber gesprochen. „Ich finde es gemein, das einfach zu klauen“, sagte ein Steppke im Vorschulalter. Aber gleichzeitig fand er es auch spannend, mit den anderen Kindern im Haus auf Spurensuche zu gehen.

Und die Spuren sind mehrdeutig. So konnten weder Polizei noch die Kindergartendetektive bisher Zeichen gewaltsamen Eindringens erkennen. Lediglich ein geöffnetes – aber unbeschädigtes – Fenster wurde vorgefunden. Doch der Fußabdruck auf der Fensterbank deutet eher an, dass der oder die Täter das Haus hier verlassen haben.

„Für mich ist das unverständlich“, fasst Bürgermeister Peter Hermann Petersen betroffen seine und die Meinung seiner Bürger und der Kindergarteneltern zusammen. „Wer bricht schon in einen Kindergarten ein, in dem nichts zu holen ist, aber eine Menge beschädigt werden kann, das mit viel Geld und Liebe aufgebaut wurde?“

Die Beamten der Polizeistation Satrup, die den Vorgang untersuchen, leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Diebstahls ein. Doch bisher gibt es noch keine Ergebnisse. „Wir werten die sichergestellten Indizien und Fußspuren aus und überwachen unter anderem das Internet, ob die gestohlenen Gegenstände dort angeboten werden“, erklärte Polizeisprecher Matthias Glamann von der Polizeidirektion Flensburg, die auch um Mithilfe aus der Bevölkerung bittet. Wer in der betreffenden Zeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, melde sich bei der Polizei unter Tel. 0 461/48 40.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 07:45 Uhr

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