Haddeby : Einbruch in die Kirche

Ungewöhnliche Beute: Die Einbrecher durchforsteten die Schränke der Kirche. Dort ist nichts zu holen, außer Weih- und Taufwasser.
Ungewöhnliche Beute: Die Einbrecher durchforsteten die Schränke der Kirche. Dort ist nichts zu holen, außer Weih- und Taufwasser.

Gemeinde beklagt 3000-Euro-Schaden an der St.-Andreas-Kirche.

shz.de von
24. Oktober 2015, 07:10 Uhr

Diesen Einbrechern scheint offenbar nichts heilig zu sein – selbst vor Kirchen schrecken sie nicht zurück. Dass sich Unbekannte in der Nacht zu gestern durch das bleiverglaste Kirchenfenster Zugang zur Sakristei der St.-Andreas-Kirche verschafften und auf ihrer Rücktour das Schloss der hölzerne Eingangstür zerstörten – das kommt der Haddebyer Kirchengemeinde nun teuer zu stehen.

Auf seiner morgendlichen Tour entdeckte der Friedhofsgärtner die offene Tür des Kirchengebäudes und alarmierte daraufhin die Polizei und den Kirchenvorsteher Fritz Gehrmann. Auf ihrer Tour durchsuchten die Einbrecher die Schränke des Gotteshauses, die jedoch nur flaschenweise Weih- und Taufwasser enthielten. Da der Inhalt des Opferstocks regelmäßig entleert wird, waren dort nur wenige Euro als Beute zu holen. Indes wurde das handgefertigte Kirchenfenster komplett zerstört. Der Schaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt. Anzeige wurde erstattet, die Spurensicherung hat die Arbeit aufgenommen, die Polizei ermittelt.

Es war nicht der erste Einbruch in die St.-Andreas-Kirche. Bei einem nächtlichen Beutezug im März 2012 waren sämtliche Kupfer-Regenrinnen an der Kirche und dem Nebengebäude entwendet worden. Damals, wie heute zeigten sich Haddebys Kirchenvertreter um Fritz Gehrmann und die Pastoren Witold Chwastek und Kai Hansen empört und verärgert zugleich. „Kriminelle Energie und Respektlosigkeit machen auch vor der Kirche keinen Halt. Dies hier ist sehr ärgerlich“, sagte Vorstandsmitglied Hilmar Köppen.

Hinweise nimmt die Busdorfer Polizei unter Telefon 0  46  21  /  329  53 entgegen.

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