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Schleswiger Nachrichten

14. Dezember 2017 | 06:06 Uhr

Schleswig : Einbrecher in der Heiligen Nacht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Serie von Wohnungsaufbrüchen setzte sich über Weihnachten fort. Die Polizei ruft zu erhöhter Wachsamkeit in der Nachbarschaft auf.

von
erstellt am 27.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Auch über Weihnachten haben die Diebe sich keine Pause gegönnt: Die jüngste Serie von Wohnungseinbrüchen in Schleswig und Umgebung hat sich auch in der Heiligen Nacht fortgesetzt. Eine Überwachungskamera, die vor einem Haus in der Hafenstraße angebracht ist, zeigt einen Mann in Kapuzenjacke beim Versuch, die Haustür zu öffnen. Das Bild entstand kurz vor 4 Uhr in der Frühe am Ersten Weihnachtsfeiertag. Nach Angaben des Hauseigentümers hat der Einbrecher es nicht geschafft, ins Gebäude zu gelangen. Der Mann soll versucht haben, auch in die Nachbarhäuser einzudringen.

Die Polizei hatte schon unmittelbar vor Weihnachten zu erhöhter Achtsamkeit aufgerufen, weil sich Wohnungseinbrüche zuletzt auffällig häuften. Am Dienstag vergangener Woche waren Unbekannte in ein Einfamilienhaus in der St. Jürgener Straße eingebrochen, während die 89-jährige Eigentümerin schlief. Zwei Tage darauf hatte eine Frau in ihrer Wohnung in der Schleistraße einen Einbrecher mitten am Nachmittag überrascht. Er flüchtete in Richtung Gottorfer Damm. Am vergangenen Wochenende wurde bei einem Einbruch in die Bahnhofsapotheke im Friedrichsberg Bargeld gestohlen. Weitere Einbrüche meldete die Polizei auch aus Kappeln, Silberstedt, Jagel, Bergenhusen und dem gesamten Flensburger Raum sowie in Nordfriesland. Im Kropper Blumenviertel beobachteten aufmerksame Anwohner einen schwarzen VW Golf mit Dithmarscher Kennzeichen. Zur Frage, ob ein Zusammenhang zwischen all diesen Taten besteht, machte die Polizei bislang keine Angaben.

Die Beamten appellieren an die Bürger, sich in der Nachbarschaft über auffällige Beobachtungen auszutauschen. Nach einem Einbruch solle man sofort die Polizei über die Notrufnummer 110 anrufen, damit die Streifenbeamten die Fahndung unmittelbar aufnehmen können.

Von einer massiven Zunahme der Wohnungseinbrüche speziell über die Feiertage spricht man in der Regionalleitstelle in Harrislee allerdings nicht. Im gesamten Einzugsbereich, also in den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und in der Stadt Flensburg, seien 15 Fälle registriert worden. Das sei keine auffällige Häufung, meinte ein Sprecher auf SN-Nachfrage. Eine detaillierte Auswertung, ob es zum bestimmte lokale Schwerpunkte gab, soll aber erst am heutigen Freitag folgen.

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