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Kunst zum Anfassen : Einblicke in Schleswigs Ateliers

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

15 Künstler präsentieren am Wochenende Werke zum Thema „Der/die/das Fremde“. Im Anschluss gibt es eine Ausstellung in der Volkshochschule

von
erstellt am 05.Nov.2015 | 07:38 Uhr

Viele Schleswiger Kunstliebhaber haben es schon lange dick in ihren Kalender eingetragen: Am kommenden Wochenende – Sonnabend und Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr – öffnen die Mitglieder der Offenen Ateliers wieder ihre Türen. „Wir machen das jetzt zum siebten Mal. Es ist inzwischen also zu einer richtigen Tradition geworden. Von Jahr zu Jahr wird die Geschichte größer“, sagt Susanne Pertiet. Sie ist eine von 15 Künstlern, die sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligen. 13 davon kommen aus Schleswig, hinzu kommen erstmals auch zwei Gast-Aussteller (siehe Infokasten).

Wie in jedem Jahr stehen die Offenen Ateliers auch diesmal unter einem gemeinsamen Motto. Dabei haben sich die Mitglieder der Künstlervereinigung auf den Titel „Der/die/das Fremde“ geeinigt. Genau unter dieser Überschrift läuft zurzeit auch eine Ausstellung in Schleswigs französischer Partnerstadt Mantes-la-Jolie, an der sich viele Mitglieder der Gruppe beteiligen (wir berichteten). „Dadurch, dass wir dort schon mit einigen Bildern zum selben Thema vertreten sind, hatten wir natürlich umso mehr zu tun, um uns auf die Offenen Ateliers vorzubereiten“, sagt Beate Schuppan-Kaack, die das diesjährige Motto auch im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingsdebatte sieht. „Auch wenn diese Ausmaße noch gar nicht wirklich abzusehen waren, als wir uns Anfang des Jahres auf den Titel geeinigt haben.“ Dennoch haben sich viele der Künstler explizit mit dem Thema auseinandergesetzt, egal ob in Acryl, Öl oder aus zusammengesetzten Stoffresten. Neben neuen Werken sind aber auch ältere zu sehen – wenn sie denn zum Motto passen. „Über die Kunst kann man sich der Flüchtlingsdebatte sehr einfach und auf verschiedenste Art und Weise nähern. Aber unsere Ausstellungen alleine auf diese Thematik zu reduzieren, das wäre viel zu kurz gedacht. Es geht um das Fremde insgesamt. Da gibt es unglaublich viele Ansätze“, betont Susanne Pertiet.

Wie vielfältig diese sein können, kann man nicht nur am kommenden Wochenende bei den Offenen Ateliers erleben. Nächste Woche Mittwoch, 11. November, wird in der Volkshochschule ebenfalls zum Thema „Fremde“ eine Ausstellung eröffnet (ab 19 Uhr), in der die Schleswiger Künstler jeweils zwei oder drei eigene Werke präsentieren. Gastrednerin ist Kirsten Baumann, Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Am Mittwoch, 25. November, folgt dann eine Diskussionsveranstaltung, bei der die Mitglieder der Offenen Ateliers Stellung nehmen zu ihren Werken.

Anfang kommenden Jahres treffen sich die Schleswiger Künstler dann erneut, um das Motto für die Offenen Ateliers 2016 festzulegen.

 

 

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