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Helios-Frühjahrsempfang : Ein zufriedener Klinikchef will wieder bauen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Geschäftsführer Näthke freut sich über gute Auslastung im neuen Krankenhaus. Auf dem Hesterberg bekommt die Kinder- und Jugendpsychiatrie ein neues Gebäude

von
erstellt am 06.Mai.2017 | 07:14 Uhr

John Friedrich Näthke zeigte sich hochzufrieden. Das kühle Wetter gestern passte zwar nicht so recht zum ersten Frühlingsempfang der Schleswiger Helios-Klinik, die Laune des Geschäftsführers dafür umso mehr. „Ein Dreivierteljahr sind wir jetzt in unserem neuen Krankenhaus. Und wir fühlen uns pudelwohl“, sagte er. Das Gebäude an der St. Jürgener Straße sei nicht nur moderner und komfortabler als das alte Haus an der Moltkestraße. Man habe in der Krankenversorgung auch qualitativ zugelegt, betonte Näthke vor rund 30 Gästen. So sei man beispielsweise im operativen Bereich vorangekommen, erklärte er und nannte als Beispiel die neu hinzugekommene Elektrophysiologie.

Die Patienten schenkten der Klinik wieder ihr Vertrauen. Der Geschäftsführer machte das an der „guten Auslastung“ seines Hauses fest. Gestern waren genau 300 Betten belegt, was einer Auslastung von 80 Prozent entspreche, wie Näthke vorrechnete.

Zufrieden ist der Klinikchef auch in Hinblick auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels. „Die Zahl und die Qualität der Bewerbungen nehmen sowohl bei den Ärzten als auch bei den Pflegern zu. Wir haben wieder eine echte Auswahl.“ Lediglich bei hochqualifizierten Pflegern, etwa in der Intensivpflege, gebe es noch einen Mangel.

Näthke nutzte den Empfang, um Dr. Urte Büßen, die neue Leiterin der Kinder- und Jugendmedizin, vorzustellen. Die Expertin für Kinderkardiologie und Neonatologie ist die erste Chefärztin überhaupt in Schleswig.

Neun Monate nach dem Einzug ins neue Krankenhaus steht für Helios derweil das nächste große Bauvorhaben an. Näthke erklärte, dass man schon in wenigen Wochen auf dem Hesterberg mit dem Neubau des Zentralklinikums für die Kinder- und Jugendpsychiatrie beginnen werde. Das alte Klinikgebäude an der Friedrich-Ebert-Straße stamme aus den 70er Jahren und habe einen enormen Instandhaltungsaufwand. Die neue Klinik solle bereits im Laufe des nächsten Jahres bezugsfertig sein, so Näthke. Zum Investitionsvolumen machte er keine Angaben. Fest stehe aber, dass das Land wieder einen Großteil der Summe beisteuern werde.

Psychisch kranke Menschen, genauer gesagt Psychopathen, sind das Thema von Lydia Benecke. Die bundesweit aus Fernsehsendungen bekannte Kriminalpsychologin und Autorin ging gestern der spannenden Frage nach, wie eine ungünstige Mischung von Genen und Umwelt Menschen zu sadistischen Straftätern machen kann. In ihrem ebenso informativen wie launigen Vortrag schilderte sie nicht nur drastische Beispiele wie den Serienmörder Richard Kuklinksi. Sie konnte sich auch nicht einen Schwenk Richtung Donald Trump verkneifen. „Man sollte ja keine Ferndiagnose stellen“, so Benecke. Aber der neue US-Präsident vereinige einige Merkmale, die der Psychopathie sehr ähnlich seien.

Im November tritt Lydia Benecke in der „Heimat“ auf der Freiheit auf. Dann geht es um Psychopathinnen.

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