Nach Todesfall : Ein weiterer Corona-Fall bei den Schleswiger Werkstätten

Die Wohnanlage Klinkerhof

Die Wohnanlage Klinkerhof

Zwei Bewohner und drei Mitarbeiterinnen sind inzwischen positiv getestet worden.

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19. Oktober 2020, 12:59 Uhr

Schleswig | Die Zahl der Corona-Fälle im Umfeld der Wohnanlage Klinkerhof, die zu den Schleswiger Werkstätten gehört, hat sich auf fünf erhöht. Eine Mitarbeiterin wurde positiv getestet, bestätigte Werkstätten-Geschäftsführer Jan-Henrik Schmidt am Montag gegenüber unserer Zeitung.

In der vergangenen Woche war ein 38-jähriger schwer behinderter Bewohner der Einrichtung an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Eine weitere ebenfalls infizierte Bewohnerin liegt zurzeit im Krankenhaus. Ihr Zustand sei allerdings nicht kritisch, die Frau liege nicht auf der Intensivstation, wie Schmidt betonte.

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Ebenso wie die beiden weiteren betroffenen Mitarbeiterinnen sei auch die Frau, die nun positiv auf Corona getestet wurde, völlig symptomfrei. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnanlage würden somit zwar unter Quarantäne stehen, „damit wir aber trotzdem die Betreuung der Bewohner sicherstellen können, dürfen sie zwischen ihrem Zuhause und dem Arbeitsplatz pendeln“, sagte Schmidt und fügte an: „Die für uns tolle Nachricht ist aber, dass alle am Wochenende getesteten Bewohner negativ sind. Da ist uns ein großer Stein vom Herzen gefallen, wir sind alle sehr erleichtert.“ Zudem lobte der Werkstätten-Chef „die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises Schleswig-Flensburg“, das schnell und umsichtig handele.

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Die Wohnanlage Klinkerhof, die im Stadtteil St. Jürgen liegt, steht weiterhin unter Quarantäne. Alle anderen 25 Standorte der Werkstätten sind nicht betroffen. Damit das auch weiterhin so bleibt, haben die Werkstätten den Betriebsurlaub, wie berichtet, bis zum 25. Oktober verlängert.

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