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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2017 | 07:31 Uhr

Akademie Sankelmark : Ein Urgestein geht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beim Jahresempfang des Deutschen Grenzvereins wird der langjährige Direktor der Einrichtung Rainer Pelka verabschiedet.

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 07:55 Uhr

Kompetent, zielstrebig, verbindlich, technisch und fachlich versiert – an positiven Attributen ließen es seine Wegbegleiter nicht mangeln, als sie beim Jahresempfang des Deutschen Grenzvereins in der Akademie Sankelmark deren langjährigen Direktor Rainer Pelka in den Ruhestand verabschiedeten. 35 Jahre lang war Pelka an der Akademie aktiv, von 1998 bis 2010 an vorderster Stelle, prägte sie und den Verbund mit der Nordsee-Akademie in Leck sowie dem Jugendhof Scheersberg nachhaltig. Dafür dankten ihm zahlreiche Gäste sowie der Vorsitzende des Deutschen Grenzvereins, Jörg-Dietrich Kamischke. Dass die Akademien des Grenzvereins heute so gut dastünden, das sei auch Pelkas Verdienst.

Kamischke kündigte an, dass der rund 3,5 Millionen Euro schwere Haushalt des Jahres 2015 voraussichtlich mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen werden könne – auch dank höherer Zuschüsse vom Land. Durch diese seien zwar die schmerzhaften Kürzungen der Vergangenheit noch nicht kompensiert, aber sie hätten den Einrichtungen sehr geholfen. Für das „Dreigestirn aus Europäischer, Baltica und der Sankelmarker Akademie“ sei 2015 mit fast 10  000 Übernachtungen und knapp 500 Veranstaltungen zufriedenstellend verlaufen – „aber mit Luft nach oben“. Für die Nordsee Akademie hob Kamischke hervor, diese sei nun „regierungsamtlicher Kulturknotenpunkt Nordfriesland/Nordschleswig“. Besondere Aufmerksamkeit lenkte er auf das erfolgreiche Begegnungsprojekt „Jung zusammen“. Unterdessen könne der Jugendhof Scheersberg mit mehr als 24  350 Übernachtungen auf ein Rekordjahr zurückblicken.

Der Deutsche Grenzverein sehe eine Aufgabe darin, die europäische Kooperation unter Nachbarn mit Leben zu erfüllen und das positive Miteinander im deutsch-dänischen Grenzraum zu fördern. In diesem Zusammenhang betonte Kamischke: „Wir betrachten die Auswirkungen der Abschottungsaktivitäten der dänischen Regierung auf den Grenzverkehr mit Sorge.“ Er hoffe, dass „nach erreichter Symbolwirkung die gegenwärtigen Kontrollen im Februar endgültig wieder auf den alten Stand zurückgeführt werden“.

Die Grenzkontrollen bezeichnete auch Hinrich Jürgensen, Vorsitzender des Bundes deutscher Nordschleswiger, als „falsches Signal“. Er befürchte aber, dass es zu „weiteren Verschärfungen“ kommen werde. Die Fortschritte der letzten Jahre dürften nicht zunichte gemacht werden, mahnte er.

Die große Bedeutung der Begegnung von Menschen beiderseits der Grenzen für das Zusammenwachsen von Regionen in Europa hob Reinhard Sager, Landrat aus Ostholstein und Präsident des Deutschen Landkreistages, hervor. Er verdeutlichte dies unter anderem anhand der deutsch-dänischen Seegrenze am Fehmarnbelt. Sie werde inzwischen wahrgenommen, nachdem jahrzehntelang nur die Landgrenze im Norden im Bewusstsein der Menschen gewesen sei. Die Planung des Belttunnels wirke hier wie ein Katalysator. „Die Basis aber sind bürgernahe Veranstaltungen.“

Eine besondere Note verliehen Johanna und Rasmus Løhde Nielsen der Veranstaltung – mit Jazzklassikern und eigenen Balladen, vor allem jedoch mit zwei Volksweisen: „Der Mond ist aufgegangen“ und „Man binder os på mund og hånd“.

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