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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2017 | 16:56 Uhr

Schleswig : Ein Treffpunkt für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eine neue Begegnungsstätte am Zob soll Beitrag zur Integration leisten.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2016 | 07:12 Uhr

Im Zob-Gebäude an der Königstraße gibt es jetzt einen offenen Treffpunkt für Flüchtlinge, die in Schleswig und Umgebung leben. „Wir brauchten einfach dringend einen solchen Platz“, sagte Jutta Just von der Flüchtlingshilfe bei der Einweihung und dankte allen, die das möglich gemacht hatten. Dazu gehören die Stadt Schleswig und das Amt Haddeby, die die insgesamt drei Räume zur Verfügung stellen, aber vor allem alle Menschen, die ihre Zeit spenden, um sich für Flüchtlinge zu engagieren.

Direkt neben dem bereits bestehenden Büro der Flüchtlingshilfe sollen die neuen Räume nun als Begegnungsstätte dienen. Geplant ist ein vielfältiges Angebot in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung, der Awo, den Kirchen und den vielen freiwilligen Helfern. „Der Plan ist, dass hier täglich geöffnet ist und die Flüchtlinge die Möglichkeit haben, sich auszutauschen und Sprache und Region kennenzulernen“, erklärte Björn-Sven Bergemann von der Bürgerstiftung. Dafür sollen die Räume noch mit einer Präsenzbücherei und Lernmaterial ausgestattet werden. „Wir wollen die Räume zusätzlich mit Computern ausstatten, um EDV-gestütztes Lernen zu fördern“, so Bergemann weiter.

Die Zusammenarbeit von Ehrenamt und Hauptamt habe in diesem Fall hervorragend geklappt, meinte Amed Doski, der als Asyl- und Sozialberater beim Kreis Schleswig-Flensburg tätig ist. Er bietet hier zweimal im Monat eine Sprechstunde an und kann nun ebenfalls die neuen Räume nutzen.

Der Treffpunkt soll ausdrücklich nicht nur Flüchtlingen, sondern allen Bürgern offen stehen. „Es geht da um Integration von beiden Seiten“, sagte Oliver Frieß vom Fachdienst Ordnung in der Stadtverwaltung, der unter anderem als Ansprechpartner für alle Lotsen und ehrenamtlichen Mitarbeiter fungiert. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Eröffnung begann bereits ein reger Austausch bei Kaffee, Tee und einem syrischen Buffet. „Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen dieses Angebot nutzen, alle sind herzlich eingeladen hier vorbeizuschauen“, sagte Jutta Just. Die Flüchtlingshilfe bittet dringend um Geld- und Sachspenden und sucht immer Freiwillige, die ihre Zeit spenden.

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