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Zurück von den Special Olympics in Hannover : Ein tolles Team

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Sportler der Schleswiger Werkstätten blicken auf eine unvergessliche Woche zurück.

„Ihr habt einen tollen Job gemacht. Ihr habt so super als Team zusammengefunden – das war einfach gigantisch“, lobte Sportkoordinatorin Katja Herber die Athletinnen und Athleten der Schleswiger Werkstätten. Sie hatten vom 6. bis 10. Juni an den Nationalen Spielen der Special Olympics in Hannover teilgenommen. Gestern wurden sie offiziell im Alten Kreisbahnhof empfangen. Es war ein würdevoller Abschluss einer sehr erfolgreichen und bewegenden Woche, auf die Trainer, Betreuer und Athleten zusammen mit ihren Familien bei einem gemeinsamen Frühstück zurückblickten.

Begrüßt wurden sie von Einrichtungsleiter Jan-Henrik Schmidt, der sich mit den Sportlern freute, sie auch während der Spiele besucht und tatkräftig unterstützt hatte. Er hob vor allem das Zusammenwachsen hervor, denn nicht nur die einzelnen Mannschaften haben sich in Hannover sportlich weiterentwickelt. Das ganze Team ist zusammengewachsen. Der stellvertretende Bürgervorsteher Rainer Wittek überbrachte Glückwünsche und Grüße der Stadt: „Sie haben uns in Hannover gut vertreten und Schleswig ein Gesicht gegeben“, formulierte er.

Das haben die Sportler in der Tat. Schon nach kurzer Zeit war das Team aus Schleswig dafür bekannt, jede Menge Stimmung zu verbreiten und die Teamkollegen lautstark anzufeuern. Aber auch in sportlicher Hinsicht haben die Schleswiger alles gegeben. Schon im Vorfeld der Spiele wurde hart trainiert. In Hannover konnten die Sportler und Trainer nun den Lohn für ihre Arbeit ernten: Alle Athleten, ob Schwimmer, Basketballer oder Fußballspieler, konnten sich gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen und trugen am Ende der Spiele stolz ihre Bronzemedaillen um den Hals.

Noch immer sind die Special Olympics für Menschen mit einem geistigen Handicap längst nicht so prominent wie die Paralympics. Veranstaltungen wie die Nationalen Spiele in Deutschland – übrigens die einzige weltweit vom IOC anerkannte Veranstaltung, die den Titel „olympisch“ führen darf – steigern den Bekanntheitsgrad und ermutigen auch Menschen mit Handicap, Sport zu treiben. Denn, so Katja Herber, Sportkoordinatorin bei den Werkstätten: „Sport fördert die Koordination, das Bewusstsein für den eigenen Körper. Er baut Ängste ab, steigert das Selbstvertrauen und sorgt dafür, dass die Menschen nicht über ihre Behinderung wahrgenommen werden, sondern über den Sport.“

In Hannover kämpften rund 5000 Athleten in 18 Sportarten um die Medaillen und zeigten dabei, was in ihnen steckt. Bei allem Training und dem harten Wettkampf stand in der niedersächsischen Landeshauptstadt aber vor allem der Spaß im Fokus. Das gemeinsame Erlebnis schweißte die einzelnen Mannschaften ebenso zusammen wie das gesamte Team. Sportler, Trainer und Betreuer haben die Woche als eine große Bereicherung erlebt. Mit einem Film und vielen Bildern ließen alle die Woche noch einmal Revue passieren. Den Schwung der Spiele nehmen nun alle mit ins Training und in den Alltag. Und wer weiß, vielleicht heißt es dann für einige Athleten auch 2018 wieder: „Die Spiele sind eröffnet“.

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