Domschule : Ein Teich als Gemeinschaftsprojekt

Die Schüler der Domschule haben monatelang an ihrem neuen Teich gearbeitet.
Die Schüler der Domschule haben monatelang an ihrem neuen Teich gearbeitet.

Schüler aus dem 12. Jahrgang der Domschule haben den Teich neu angelegt, der der Landesgartenschau 2008 zum Opfer gefallen war.

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10. Dezember 2014, 15:15 Uhr

Winterfest liegt er da, der neue Teich der Domschule, dessen Vorgänger einst der Landesgartenschau zum Opfer gefallen war. Auch wenn Flora und Fauna im Winterschlaf sind, ließ es sich Schulleiter Georg Reußner nicht nehmen, gestern den Abschluss der Arbeiten zu feiern.

Die Idee für das Projekt hatte Biologielehrerin Susanne Schlüter. Gemeinsam mit ihrem Kurs aus dem 12. Jahrgang begann sie im Frühsommer mit der Zeichnung von Plänen. Danach kam die Stadt ins Spiel. „Die hat für unsere Idee zwar nicht den Haushalt gesprengt, uns aber bei der Arealfindung und Planung geholfen“, wandte sich Reußner an Bürgermeister Arthur Christiansen.

Dieser nahm den „zulässigen Seitenhieb“ auf: „Wir machen uns selber Probleme damit, Gründe zu finden, etwas nicht zu machen.“ Nicht so die Schüler und Lehrer der Domschule: „Erstaunlich, was geht, wenn man den Willen hat und das Ziel im Auge behält“, lobte Christiansen. Dank des monatelangen Einsatzes der Schüler sei eine „sehr schöne Anlage“ entstanden. Auf der Suche nach Hilfe sei man immer fündig geworden. So kam etwa der Mini-Bagger des Busdorfer Bauunternehmers Matthias Johannssen zum Einsatz. „Der hatte zeitweilig ganz schön zu kämpfen“, sagte Reußner. Grund war eine Asphaltschicht, auf die man gestoßen war. „Die haben wir nur in der Mitte durchbrochen, so dass der Teich dort eine Wassertiefe von 1,60 Metern erreicht“, erklärte Hans-Jürgen Boeck, der sich mit seinen 20 Schülern von der „Knuti-AG“ an den Arbeiten beteiligte.

Reußner lobte deshalb das Engagement Boecks, der „Mittel und Menschen mobilisiert hat“. Viele Helfer hätten „geschaufelt, gepflanzt und Steine geschichtet“. Genauer gesagt fünf Tonnen Feldsteine, die der Neuberender Landwirt Henry Brase von seinen Äckern gesammelt hat.

Zu dieser Maßnahme wiederum hatte „Teichexperte“ Erhard Wende geraten. Durch die Steine werde die Folie gut vor Sonneneinstrahlung geschützt, meinte er. Ironischerweise war es nun aber nicht die Sonne, sondern der Regen, durch den die Folie an anderer Stelle Schaden nahm: Sie hat ein Leck. „Das ist heute Nacht passiert“, meinte Hans-Jürgen Boeck. Am Montag habe das Wasser noch 20 Zentimeter höher gestanden. „Wenn man aber weiß, wo der unbeabsichtigte Abfluss ist, ist die Reparatur nicht schwierig“, fügte Wende an. Er geht davon aus, dass der Teich in zwei bis drei Jahren richtig zum Leben erwacht: „Libellen und Frösche kommen von alleine.“

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