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250 Jahre Holmer Fischerzunft : Ein Stück Stadtgeschichte feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mehr als hundert Gäste gratulieren der „Fischergesellschaft“ im Ständesaal zu ihrem runden Geburtstag.

von
erstellt am 18.Feb.2015 | 11:45 Uhr

Schleswig ohne seine Holmfischer? Undenkbar! Deshalb ließ sich auch kaum jemand, der in der Stadt etwas auf sich hält, lumpen und erschien gestern Vormittag zum Empfang anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Fischerzunft im Ständesaal des Rathauses. Wie sehr diese tatsächlich in der Stadt und der Region geschätzt wird, konnte man auch anhand der Gratulanten ablesen, die an das Rednerpult traten, um zu diesem besonderen Geburtstag ein Grußwort zu sprechen. Am Ende waren es elf Redner. „Wir hatten sogar noch mehr Anfragen, aber ich denke, es hat gereicht“, meinte der neue Ältermann der Zunft, Jörn Ross.

Er ist einer von heute noch zehn aktiven Holmfischern und freute sich sichtlich über die vielen guten Wünschen für ihn und seine Berufskollegen: „Ich hoffe, dass wir noch lange durchhalten, dass weiter genug Fisch da ist und wir volle Netze haben“, meinte Ross. Dass der Beruf des Fischers, gerade in Schleswig, ganz besonders wertgeschätzt werde, hatte zuvor unter anderem auch Klaus Nielsky in seinem Grußwort betont. Der ehemalige Schleswiger Bürgermeister ist selbst auf dem Holm groß geworden – und zwar als Enkel eines Fischers. Nielsky blickte auf die lange Geschichte der Schleifischerei in Schleswig und der Region zurück und betonte, dass diese natürlich nicht erst mit der Gründung der Fischereigesellschaft am 19. Februar 1765 begonnen habe. „Aber auch wenn die Zahl der Mitglieder sich im Laufe der Zeit dramatisch verringert hat, steht doch fest: Die Holmer Fischerzunft lebt!“

Das betonte am Rande der launigen Veranstaltung ebenfalls der Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH (OFS), Max Triphaus. „Auch der Tourismus profitiert von den Fischern. Nicht nur als Fotomotiv sind sie ein Geschenk, sondern immer mehr Gäste fragen auch nach regionalen Produkten. Da steht Fisch ganz oben auf der Liste“, sagte er. Ein Argument, das auch Ulrich Brüggemeier, teilte. Er war gestern, wie er erklärte, gleich in zweifacher Funktion nach Schleswig gekommen, um ein Grußwort zu sprechen: als Kreispräsident und als amtierender Kappelner Heringskönig. Dompastor Joachim Thieme-Hachmann hingegen ging, nicht nur mit Blick auf Jesus, auf die Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und dem Beruf des Fischers ein. Dass der Dom, in unmittelbarer Nähe zum Holm, den Namen St. Petri trage, sei kein Zufall.

Insgesamt 115 Gäste waren in den Ständesaal gekommen. Und zwar ganz bewusst dorthin, wie Bürgermeister Arthur Christiansen zu den anwesenden Fischern sagte: „Allein, dass wir dieses Jubiläum in diesem historischen Ambiente feiern, zeigt, wie wichtig Ihr uns seid.“

 

 

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