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Schleswig : Ein Stadtmanager mit weltweiter Erfahrung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der 60-jährige Rüdiger Knospe wird Nachfolger von Monika Siegel – und glaubt an den Slogan „Wikingerstadt“.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 17:30 Uhr

Manchmal erfährt man erst in der Fremde, wie schön es doch in der Heimat ist. So ist es auch Rüdiger Knospe ergangen, der nach dem Abitur Schleswig den Rücken kehrte, um in die große, weite Welt hinauszuziehen. Seit sechs Jahren ist der Unternehmensberater zurück an der Schlei – und hat festgestellt: „Ich habe es früher nie zu schätzen gewusst, was Schleswig eigentlich für mich bedeutet. Wir sind eine Stadt der kurzen Wege, in der man sich kennt. Ich fühle mich ausgesprochen wohl hier.“ Im Alter von 60 Jahren hat Knospe in seiner Heimatstadt nun nochmal eine ganz besondere berufliche Herausforderung angenommen. Zum Jahreswechsel übernimmt er als Nachfolger von Monika Siegel die Geschäftsführung der Stadtmanagement Schleswig-Schlei GmbH. Gestern Abend wurde er den Gesellschaftern offiziell vorgestellt.

„Wir haben jemanden gesucht, der Ideen zur Weiterentwicklung des Standortes erarbeiten und voranbringen kann. Dabei sind wir auf Herrn Knospe gestoßen“, sagt Frank Hansen, Aufsichtsratschef der Stadtmanagement GmbH, die 2009 von Vertretern der Wirtschaft und der Stadt Schleswig gegründet worden war. Hansen würdigt Knospes „langjährige Erfahrung und seine Kompetenz in den verschiedenen Feldern des Marketings“. Und Bürgermeister Arthur Christiansen betont: „Es ist Zeit, aufzustehen. Schleswig muss seine Position im gesunden Wettbewerb der Städte, gerade bei Betrachtung des demografischen Wandels, verteidigen und ausbauen. Das benötigt eine starke Partnerschaft zwischen Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaft sowie gute Ideen. Herr Knospe ist dafür der richtige Mann.“

Monika Siegel traute man nicht mehr zu, Schleswig voranzubringen. Nach drei Jahren als Stadtmanagerin muss sie zum Jahresende gehen. Den Weihnachtsmarkt wird die 56-Jährige aber noch verantworten.

Siegels Nachfolger scharrt bereits mit den Hufen. „Ich habe schon viele Konzepte in der Schublade und werde voller Schwung an die Arbeit gehen“, sagt Rüdiger Knospe. Eine noch von Siegel mitkonzipierte Marketingstrategie stößt indes auf seine Zustimmung – nämlich, dass sich Schleswig künftig mit dem Slogan „Wikingerstadt“ präsentieren will. „Wir brauchen ein Attribut, müssen identifizierbar sein.“ Und da gefalle ihm der Name „Wikingerstadt“ sehr, so Knospe. „Natur und Kultur hat jede Stadt.“

Knospe wünscht sich, dass in der Stadt im doppelten Sinne das Licht angeht. „Es müssen sich doch wohl ein paar Euro finden lassen, damit der Dom und das Schloss jede Nacht angestrahlt werden können“, sagt er. Zunächst einmal will er den Bekanntheitsgrad Schleswigs erhöhen. Dafür müsse man rausgehen und Flagge zeigen. „Der Amerikaner spricht von ‚flag waving‘.“

Knospe rühmt sich, einen globalen Blick auf die hiesigen Geschehnisse zu haben. Tatsächlich ist der gelernte Luftverkehrskaufmann und diplomierte Betriebswirt, der auch Erfahrungen als Berater im Tourismussektor gesammelt hat, herumgekommen in der Welt, hat beruflich unter anderem viel Zeit in den Metropolen in Übersee verbracht. Zuletzt hatte er seinen Firmensitz in Frankfurt am Main.

Dass er mit 60 Jahren zu alt für seinen neuen Job sein könnte, glaubt der künftige Stadtmanager nicht. „Ich komme aus der freien Wirtschaft. Da arbeitet man so lange, wie man Spaß und Energie hat.“ Parallel will Knospe auch die unternehmerischen Aktivitäten seiner Lebensgefährtin weiter unterstützen. Diese betreibt in Schleswig das „e-bike Center Nord“. Ist der Posten des Stadtmanagers kein Fulltime-Job? Knospe versichert: „Ich werde so viel Zeit reinstecken, wie nötig ist.“

 

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