Schleswiger Volksbank : „Ein stabiles Geschäftsergebnis“

Die Mitarbeiterinnen (v.l.) Anne Thomsen, Angela Awe, Marga Behrens und Marita Hansen wurden von den Vorständen Karsten Petersen (l.) und Holger Siem (r.) sowie Randolf Haese (Aufsichtsratsvorsitzender) verabschiedet.
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Die Mitarbeiterinnen (v.l.) Anne Thomsen, Angela Awe, Marga Behrens und Marita Hansen wurden von den Vorständen Karsten Petersen (l.) und Holger Siem (r.) sowie Randolf Haese (Aufsichtsratsvorsitzender) verabschiedet.

Die Schleswiger Volksbank präsentiert ihre Bilanz für 2017. Die Mitglieder erhalten drei Prozent Dividende.

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26. Mai 2018, 07:07 Uhr

Gejubelt wird nicht, gejammert aber auch nicht. Stattdessen blickt man bei der Schleswiger Volksbank auf ein „stabiles Geschäftsergebnis 2017“ zurück. So stiegt die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 43 auf nun 738 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 6,2 Prozent. Auch der Bilanzgewinn stieg leicht, und zwar auf nun 1,1 Millionen Euro. Geld, das das Eigenkapital der Bank stärken soll.

Die entsprechenden Zahlen konnten die Volksbank-Vorstände Karsten Petersen und Holger Siem am Donnerstagabend bei der Vertreterversammlung präsentieren, zu der rund 140 Mitglieder und Mitarbeiter ins Schleswiger Hotel „Waldschlößchen“ gekommen waren. „Das war ein gutes Jahr, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht leicht waren“, sagte Siem und verwies auf das weiterhin niedrige Zinsniveau, „ausufernde Regularien“ und der voranschreitenden Digitalisierung.

Auf die hatte die Volksbank im vergangenen Jahr mit der Schließung von sechs Filialen reagiert. Die Resonanz der Kunden darauf, so Petersen, sei aber keinesfalls negativ gewesen. Dennoch wolle man darauf verzichten, weitere Standorte zu schließen. Stattdessen werde man weiter in die acht verbliebenen Filialen investieren, gleichzeitig aber das Angebot im Online- und Telefonbanking ausbauen. Unter anderem hat die Bank kürzlich eine Terminvergabe im Internet eingeführt, ebenso wie ein Online-Mitgliedernetzwerk. „Wir müssen uns stetig auf die Veränderungen einstellen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Das gelingt uns bislang sehr gut“, sagte Siem.

Bei den Kunden zumindest scheint die Volksbank keinen Kredit verspielt zu haben. So blieb die Mitgliederzahl mit 14 655 weiter stabil. Diese wiederum konnten sich wie im Vorjahr über eine Dividende von drei Prozent freuen. Das bedeutet, dass die Volksbank aus dem Jahresergebnis rund 368 000 Euro an ihre Mitglieder ausschüttet.

Aber nicht nur Zahlen standen im Mittelpunkt der Vertreterversammlung, sondern auch Menschen. So wurden gleich vier langjährige Mitarbeiterinnen in den Ruhestand verabschiedet, die allesamt im Kundengeschäft tätig waren und somit zu Gesichtern der Volksbank geworden sind: Angela Awe (war 25 Jahre dabei, davon die meiste Zeit in Dörphof), Marga Behrens (39 Jahre, Norderstapel), Marita Hansen (35 Jahre, Böklund/Tolk) und Annegret Thomsen (25 Jahre, Sterup).

Einen Abschied gab es auch im Aufsichtsrat. Der Süderbraruper Landwirt Hans-Julius Mau schied nach 21 Jahren altersbedingt aus. Sein Posten wird nicht wiederbesetzt, somit hat das Gremium künftig nur noch neun Mitglieder.

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