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Halloween-Run in Schleswig : Ein schaurig-schöner Abend

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Rekordbeteiligung: Beim 3. Halloween-Run trotzen 380 Starter auf den Königswiesen Regen und Wind.

Wetterfest und keinesfalls zimperlich zeigten sich die 380 Teilnehmer, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, die am Sonnabend bei Regenschauern und stürmischen Böen zum 3. Halloween-Run an den Start gingen. Das freute das Organisations-Team von Sport-Tiedje um Simon Eberhardt-Alten, schließlich waren alle Helfer seit den frühen Morgenstunden mit den Vorbereitungen der Veranstaltung auf den Beinen – allesamt freiwillig und zudem sportlich motiviert, versteht sich. Noch nie zuvor gab es so viel Nachmeldungen von Läufern, die dabei sein wollten.

„Mit solch großem Ansturm hätten wir bei diesem Wetter nicht gerechnet. Das spornt uns alle weiter an und motiviert uns, mit dem Halloween-Run weiter zu machen. Heute haben wir alle bewiesen: Wir können auch Regen, Grusel sowieso“, sagte Mitarbeiterin Tanja Hensen, die die Moderation des Halloween-Laufes übernahm und die kleinen und großen Läufer immer wieder lobte und motivierte. „Ihr seid die wahren Helden.“ Bereits nach dem ersten Startschuss für die allerjüngsten Teilnehmer, die im „Bambini-Lauf“ auf die 666 Meter lange Rundtour gingen, war wasserfestes Schuhwerk und Regenzeug gefordert. Statt wie zuvor auf der Freiheit fand das Laufspektakel erstmals auf den Königswiesen statt, deren sandig-befestigten Rundwege sich ideal zum Laufen eignen, wäre da nicht das herbstliche Wetter gewesen.

Der Regen sowie Pfützen und Matsch entlang der Wegstrecke störte die Läufer jedoch offenbar nicht. Bestens gelaunt präsentierten sie sich den Zuschauern in kunstvoll-gruseligen Outfits. Zombies, Vampire, laufende Kürbisse, Monster, Gruselclowns und Star-Wars-Actionhelden, kleine und große Gespenster – ein Halloween-Run ist nichts für schwache Nerven. In Sachen Gruseligkeit eignete sich das Gelände bestens, das von Sport-Tiedje mit vielen gruseligen Dekorationen und zahlreichen „Erschreckern“ in eine Horror-Landschaft verwandelt wurde. Der angestrahlte St.-Petri-Dom diente zur Orientierung, schließlich waren die Wege nur spärlich mit Fackeln beleuchtet. Tjorben Heide untermalte die Veranstaltung mit Lichteffekten und Tontechnik, die mit düsterem Kunstnebel und elektrischer Pyro-Fontäne in Szene gesetzt wurde.

Die 6,66 Kilometer lange Laufstrecke hatte es in sich. Auf der Strecke warteten mehrere Tunnel und Labyrinthe, die mit Schockeffekten versehen und LED-Technik beleuchtet wurden, ebenso der „fiese Friedhof“. Im Minutentakt folgte der Startschuss der Streckenläufer. Zuvor rannten die „Lütten“ hinter Tobias Bauer im Osterhasen-Kostüm her, der dafür sorgte, dass alle Kinder wohlbehalten am Ende die Ziellinie erreichten. Niemand blieb dort auf der Strecke. Beim Halloween-Run in Schleswig geht es nicht um Schnelligkeit oder Medaillen. „Es geht um Spaß und um die Ehre“, sagte Läufer Sven Dukatz vom Team der DLRG aus Schönberg, das erstmalig an den Start ging. „Da wollten wir unbedingt mitmachen“, waren sich Tim Sommer und Arendt Brühe vom STV Sörup einig. Gemeinsam mit Kurzhaar-Dackel „Fiete“ gingen sie an den Start. Der Regen störte sie nicht. „Da sind wir Läufer abgehärtet“, sagte Brühe.

Den ersten Preis für das gruseligste Kostüm erhielt Marco Janssen aus Hohenaspe bei Itzehoe, der mit seinen Kindern Hannah und Luka an den Start gegangen war. Dennis Groothuis aus Flensburg lief die Strecke im Star-Wars-„Clone-Shooter“-Kostüm und landete am Ende auf dem zweiten Platz. Den dritten Preis errang Christian Bentrup aus Lürschau für sein Horror-Kostüm. Das laufstärkste Team mit dem Namen „Das nach dem Weg fragt“ erhielt ebenso einen Pokal. Alle Läufer erhielten ein „Finisher“-T-Shirt.

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