„bunt statt blau“ : Ein Plakat gegen das Komasaufen

Stolz auf das Siegerplakat der Geestland-Schülerinnen: Gesundheitsminister Heiner Garg, Valeska Studt, Shania Fedde und DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski . Es fehlt Shaline Wendt.
Stolz auf das Siegerplakat der Geestland-Schülerinnen: Gesundheitsminister Heiner Garg, Valeska Studt, Shania Fedde und DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski . Es fehlt Shaline Wendt.

Drei Geestland-Schülerinnen aus Kropp haben den Wettbewerb der DAK-Gesundheit gewonnen.

shz.de von
25. Mai 2018, 11:47 Uhr

Große Freude in der Kropper Geestlandschule: Die Schülerinnen Shania Fedde (15), Valeska Studt (15) und Shaline Wendt (16) haben mit einem selbstgestalteten Plakat zum Thema „Komasaufen“ im Wettbewerb „bunt statt blau“ der DAK-Gesundheit gewonnen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert. Gestern waren sie zur feierlichen Siegerehrung mit Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister und Schirmherr Heiner Garg (FDP) eingeladen.

Mit dem Thema „Komasaufen“ hatten sich die drei schon in der 7. Klasse beschäftigt. Nun, in der Klassenstufe 9/10, stand das Rauschtrinken im Wahlpflichtfach „Bewegte Kunst“ wieder auf den Lehrplan. Die Schüler entwarfen in Gruppen Plakate für den Wettbewerb, den die DAK-Gesundheit vor neun Jahren ins Leben gerufen hatte. Der Entwurf von Shania Fedde, Valeska Studt und Shaline Wendt überzeugte, die drei Schülerinnen setzten sich landesweit gegen 400 Teilnehmer durch und gewannen den Hauptpreis. Den zweiten Platz belegt der 16-jährige Alexander Zilz, den dritten die gleichaltrige Stefanie Bödelt. Beide gehen auf das Lise-Meitner-Gymnasium in Norderstedt. In Kiel bekamen die Sieger gestern von Gesundheitsminister Heiner Garg, dem Schirmherrn der Aktion, ihre Urkunden.

Sinn des Wettbewerbs war es, den jungen Menschen zu zeigen, dass sinnloses Betrinken nicht cool, sondern gesundheitsgefährdend ist. Shania Fedde, Valeska Studt und Shaline Wendt haben sich deshalb intensiv mit dem Thema beschäftigt und sich viele Gedanken über die Gestaltung ihres Plakats gemacht. „Mit der bunten Seite wollen wir die Lebensfreude darstellen, mit der blauen die Gefahr durch zu viel Alkoholkonsum“, beschreibt Shania Fedde die Idee ihres Werks. In sechs Doppelstunden ist das Plakat entstanden.

Die Freude über den Erfolg ihres Plakats ist groß. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir gewinnen, und waren total überrascht“, erzählt Valeska Studt begeistert. Sie und ihre Mitschülerin Shania Fedde haben die Preisverleihung in Kiel genossen, Shaline Wendt musste krank zu Hause bleiben. „Es war eine schlichte und lockere Veranstaltung“, sagt die 15-Jährige. „Man konnte dort ganz entspannt reden.“

Weniger entspannt sind die Experten, die sich mit dem Thema Alkoholkonsum beschäftigen. Bundesweit ist die Zahl der Jugendlichen, die volltrunken in eine Klinik eingeliefert wurden, leicht gestiegen. In Schleswig-Holstein gibt es einen Lichtblick: Laut DAK-Gesundheit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen innerhalb eines Jahres um 6,1 Prozent gesunken. „Mit dem Plakatwettbewerb kommt dieses wichtige Gesundheitsthema in den Schulalltag“, betont DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski.

Im Juni wählt nun eine Jury die Bundesgewinner für die Präventions-Kampagne „bunt statt blau“. Insgesamt haben 8000 Schüler bundesweit am Plakatwettbewerb teilgenommen. Die Geestlandschule ist zum zweiten Mal dabei.

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