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Helios-Klinikum Schleswig : Ein neuer Alleskönner für den Operationssaal

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bessere Bilder, weniger Strahlen: Krankenhaus investiert 250 000 Euro in ein fahrbares Röntgengerät.

von
erstellt am 08.Jan.2016 | 18:12 Uhr

„Für den Laien mag das vielleicht irgendein Röntgengerät sein. Für uns aber ist das ein galaktisches Teil.“ Remko von Harlem, Chefarzt für Gefäßchirurgie am Helios-Klinikum in Schleswig, gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er über die neueste Anschaffung für seine Abteilung spricht. Rund 250  000 Euro hat sich der Krankenhauskonzern das hochmoderne Röntgengerät der Firma Ziehm kosten lassen. Ein stolzer Preis. „Aber“, so von Harlem, „es hat unglaublich viele Vorteile im Gegensatz zu seinem Vorgänger.“

Diesen hatte das Klinikum im Jahr 2009 angeschafft. Seitdem hat es sieben Jahren lang bei unzähligen Operationen treue Dienste geleistet. Das neue Gerät ermögliche nun aber ganz andere Möglichkeiten. Nicht nur, weil es fahrbar und dadurch – per Joystick – leicht umzupositionieren ist. „Es macht auch noch bessere Bilder und strahlt deutlich weniger als das Vorgängermodell“, sagt von Harlem. Gerade die geringere Streustrahlung, die beim Röntgen immer auftritt, sei ein Vorteil – nicht nur für den Patienten, sondern auch für das Personal, das während der Operationen mit im Saal steht.

Und genau dort kommt der Bildwandler, wie von Harlem sagt, in erster Linie zum Einsatz. Etwa wenn es um das Entfernen von Aortenaneurysmen oder das Einsetzen von sogenannten Stents (kleine Metallgeflechte, die die Gefäße offen halten sollen) geht. Während der Operation macht das Gerät, eine sogenannte Angiografie-Anlage, mehrfach Bilder in extrem hoher Auflösungsqualität. „Das ermöglicht uns Operateuren noch genaueres Arbeiten“, betont der Chefarzt. Dadurch wiederum könnten noch häufiger als ohnehin schon offene Eingriffe vermieden und stattdessen minimal-invasive OPs ermöglicht werden.

Ein weiterer Vorteil des Gerätes ist, dass die Patienten weniger Kontrastmittel gespritzt bekommen müssen, bevor es zum Einsatz kommen kann. Zudem funktioniert es auch, dass statt eines jodhaltigen Kontrastmittels eingebrachtes Kohlendioxid-Gas die Blutgefäße bei den Aufnahmen sichtbar macht. Das, so von Harlem, sei besonders für die vielen Dialysepatienten wichtig. Denn deren geschädigte Nieren vertragen das herkömmliche Mittel nicht. „Das ist das beste, was es an fahrbaren Röntgengeräten auf dem Markt gibt“, fasst der Gefäßexperte zusammen. Insgesamt sei das Schleswiger Krankenhaus mit Blick auf die medizinische Ausstattung sehr gut aufgestellt. Unter anderem wurde kürzlich das komplette Operations-Instrumentarium erneuert. Investitionen, die man auch als Vorbereitung für den im Frühjahr geplanten Umzug in den Klinik-Neubau an der St.-Jürgener-Straße getätigt habe.

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