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Heinz Hoenig : Ein Neu-Wikinger kämpft ums Theater in Schleswig

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Befürworter eines neuen Theaters auf dem Hesterberg haben einen prominenten Mitstreiter bekommen: den Schauspieler Heinz Hoenig, der neuerdings in der Nähe von Schleswig wohnt.

Heinz Hoenig ist jetzt Wikinger. Das betont der bekannte Filmschauspieler immer wieder, wenn er auf seine neue Heimat zu sprechen kommt. Die nämlich liegt in einem Dorf an der Schlei, unweit von Schleswig (konkreter will er in diesem Punkt nicht werden). Und um die macht er sich, eben als Neu-Wikinger, zurzeit große Sorgen. „Es kann doch nicht sein, dass der Erhalt des Theaterstandortes auf der Kippe steht. Wo gibt es denn so etwas?“

Seit Wochen verfolgt Hoenig mit großem Interesse die Debatte um das Schleswiger Bühnenhaus, weiß bis ins Detail bestens Bescheid. „Ich hoffe sehr, dass die Ratsversammlung ein Zeichen setzt und wir auch in Zukunft ein Theater in Schleswig haben“, sagt der 62-Jährige, der für einen Neubau der Spielstätte auf dem Hesterberg plädiert. Denn bei einem negativen Votum befürchtet er, dass die Stadt am Ende mit leeren Händen dastehen wird. „Schleswig hat unter anderem die Bundeswehr verloren und die Zuckerfabrik. Wenn man jetzt noch das Theater wegnimmt, was bleibt dann überhaupt noch? Ein Theater ist doch etwas, auf das man stolz sein kann als Stadt. Das darf doch nicht am Geld scheitern.“

Hoenig steht zurzeit selbst wieder auf der Bühne. Er gehört zum festen Ensemble bei dem Stück „Gefährten“, das seit Oktober 2013 mit großem Erfolg im Theater des Westens in Berlin aufgeführt wird. „Dieses Schleswiger Drama ist inzwischen in der ganzen Schauspielerszene ein Thema“, sagt er. „Ich appelliere deshalb an alle Politiker im Rat, alles zu tun, um das Landestheater am Leben zu halten. Undenkbar, wenn das nicht geschieht. Wie wollten wir diesen Kultur-Abbau eines Tages unseren Kindern erklären?“ Dessen sollten sich die Politiker heute bewusst sein. „Und wenn das Theater, eventuell das ganze Landestheater, am Ende stirbt, dann müssen sie auch mit ihrem Namen für diese Entscheidung einstehen“, fügt Hoenig an.

Er könne sich übrigens gut vorstellen, selbst auf der Bühne in Schleswig zu stehen. „Warum denn nicht? Aber man darf mir halt nicht die Spielstätte wegnehmen.“

> Am heutigen Donnerstag um 17.30 Uhr tritt die Ratsversammlung im Rathaus zusammen, um über den Bau des neuen Theaters auf dem Hesterberg zu entscheiden.

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erstellt am 27.Feb.2014 | 07:45 Uhr

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