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Umstrittene Star-Wars-Ausstellung : Ein Mönchengladbacher auf der Suche nach den verschollenen Jedi-Rittern

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nicht nur Besucher fühlen sich gelinkt von der „Star“-Ausstellung auf den Schleswiger Königswiesen – auch ein Unternehmer vom Niederrhein.

von
erstellt am 04.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Die Macher der dubiosen „Star“-Ausstellung auf den Königswiesen haben nicht nur viele ihre Besucher gegen sich aufgebracht, sondern auch einen Mann, der 440 Kilometer von Schleswig entfernt wohnt – in Mönchengladbach. Thomas Manglitz betreibt in der Stadt, die sonst nur für ihre Fußballmannschaft bekannt ist, eine permanente Filmfiguren-Ausstellung. Sie ist deutlich besser beleumundet als das, was ein sächsisches Unternehmen am Wochenende in Schleswig präsentierte (wir berichteten). Es gibt sehr viel mehr zu sehen, und der Eintrittspreis ist mit vier Euro pro Kind und 13 Euro für eine Familienkarte nicht einmal halb so hoch wie bei der „Star“-Ausstellung.

Doch ein paar der Figuren aus dem Mönchengladbacher Fundus waren auch auf den Königswiesen zu sehen. Manglitz hat sie an die „Star“-Macher vermietet – und bereut das mittlerweile. Gestern rief er in der SN-Redaktion an. Er war im Internet auf unseren Artikel vom Dienstag gestoßen und hoffte auf Hinweise, wo sich die Ausstellung derzeit befindet. „Ich will einfach nur mein Zeugs wiederhaben“, sagt er. Fotos, die er im Internet vom aktuellen Zustand seiner Jedi-Ritter und anderer Figuren gesehen hat, lassen ihn das Schlimmste befürchten. „Die sind ziemlich verhunzt.“ Auf einem der Bilder habe er den Stars-Wars-Roboter R2D2 verkehrt herum aufgestellt gesehen. Eigentlich seien einige der Ausstellungsstücke durchaus beeindruckend, versichert Manglitz. Er hat inzwischen Strafanzeige erstattet. Seit Wochen versuche er vergeblich, die Ausstellungsmacher zu kontaktieren. Sobald er irgendwo eine Spur von ihnen entdeckt – wie jetzt in Schleswig – sind sie auch schon wieder weitergezogen. Auf Anrufe und E-Mails von Manglitz reagieren sie ebenso wenig wie auf Nachfragen unserer Zeitung.

Besuchern indes berichteten Mitarbeiter der Ausstellung, sie würden demnächst nach Norderstedt kommen. Allerdings sagt Manglitz: „Ich weiß gar nicht, ob es so eine gute Idee wäre, einfach zu diesen Typen zu gehen und die Figuren zurückzuverlangen.“

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