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Hoffmann in der „heimat“ : Ein Mann und sein „Hallo erstmal“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Komiker Rüdiger Hoffmann stellte am Freitag in Schleswig sein neues Programm vor – und erntete viel Applaus von den 600 Zuschauern

Ich weiß gar nicht, ob Sie es schon wussten: Aber Rüdiger Hoffmann fand am vergangenen Freitag den Weg in die „Heimat“ auf der Freiheit in Schleswig – und lockte mit seinem Auftritt über 600 Zuschauer an. Brechend voll war der Saal also, und nur rechtzeitiges Erscheinen sorgte – dank freier Platzwahl – für die beste Sicht.

Hoffmann tourt mit seinem aktuellen Programm „Ich hab’s doch nur gut gemeint“ aktuell durch ganz Deutschland. Jetzt machte er im hohen Norden Station. Pünktlich um 20 Uhr startete der Ostwestfale mit seinem obligatorischen „Hallo erstmal, ich weiß gar nicht, ob Sie es schon wussten“ sein Gagfeuerwerk. Man solle das Leben mit Humor nehmen, ist seine Devise. Das gelte etwa auch dafür, wenn jemand an seinem Luxuswagen absichtlich einen Kratzer hinterlässt. Das sei am Ende doch auch nichts weiter, als ein liebevoller Denkanstoß, die eigene Ökobilanz mal infrage zu stellen. Also: Kein Grund zum Aufregen.

Schön war – insbesondere für die älteren Zuschauer – Hoffmanns Geschichtsunterricht für die Jugend: „Früher musste man sich noch richtig unterhalten, mit dem Mund und mit einem eigenen Wortschatz, der aus mehr als ,gefällt mir‘ und ,gefällt mir nicht‘ besteht.“ Damit aber nicht genug: „Es gab damals so etwas wie Festnetz, das müsst ihr mal googlen, das kennt ihr ja gar nicht mehr. Ich hab’ früher über das Festnetz den Veranstalter für meinen nächsten Auftritt angerufen und den Weg erklären lassen. Den hab’ ich dann auf einem Zettel aus Papier mitgeschrieben“, erinnerte er sich.

Heike und Olaf Hansen aus Idstedt fühlten sich entsprechend bestens unterhalten. Auch Lars Zirkel aus Tolk war mit seiner Frau Sarah im Publikum und zeigte sich sehr zufrieden: „Ich habe Rüdiger Hoffmann schon einmal vor fast zehn Jahren bei der Landesgartenschau in Schleswig gesehen und bin gespannt auf den heutigen Abend. Ich hoffe, er bringt auch einige alte Gags“, sagte er vor der Show. Diese kamen zwar nicht, dafür aber überzeugte der Komiker mit vielen neuen skurrilen Geschichten des Alltags. So möchte Hoffmann einem stark behaarten Freund endlich zu einer Frau verhelfen – und versucht ihn optisch aufzupeppen, indem er ihn mit extra starkem Klebeband enthaart. Nun, er hatte es doch nur gut gemeint.

Immer wieder setzte sich Hoffmann auch für eines seiner Lieder ans Klavier. Nach über zwei Stunden entließ er ein begeistertes Publikum in die Nacht. Lars Zirkel möchte zumindest nicht ausschließen, dass er sich Rüdiger Hoffmann auch ein drittes Mal ansehen würde. Am 10. November 2018 hätte er dazu wieder in der „Heimat“ die Möglichkeit, denn dieser Termin steht schon fest.



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