Schleswig : Ein Labor für Nachwuchs-Forscher

Christin Thomsen (li.) und Mieke Kischkat arbeiten an einem Auto mit Luftballon-Antrieb.
Christin Thomsen (li.) und Mieke Kischkat arbeiten an einem Auto mit Luftballon-Antrieb.

Lornsenschule und Dannewerkschule schaffen einen Ort, an dem sich Jugendliche frei als Wissenschaftler ausprobieren können.

shz.de von
07. März 2018, 07:00 Uhr

Es ist ein alter Klassenraum in der Lornsenschule, der durch einen Durchbruch zum benachbarten Labor zu einem großen Forschungsparadies umgebaut wurde. Gestern Nachmittag wurde das Schülerforschungszentrum Schleswig-Flensburg offiziell eingeweiht. Unter dem Motto „Hier forschen wir“ können hier künftig Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet – unabhängig von Schulform oder Wohnort – wissenschaftliche Projekte verwirklichen. Sie werden unter Aufsicht die Möglichkeit haben, Laborraum und Medien zu nutzen.

Zu den ersten Jugendlichen, die diese Chance nutzen, gehören Christin Thomsen und Mieke Kischkat. „Wir bauen ein Auto, das mit der Luft aus einem Luftballon betrieben wird“, beschreibt Christin Thomsen ihr Projekt.Und ihre Mitstreiterin Mieke Kischkat fügt hinzu: „Das Wichtige ist auch, dass das Auto möglichst weit mit einer Ballonladung kommt.“ Ihr Ziel ist es, damit einen Schüler-Forschungswettbewerb zu gewinnen.

Die Lornsenschule hat das Forschungszentrum gemeinsam mit der Dannewerkschule eingerichtet. Das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule hatten sich vor gut einem Jahr für das Projekt beworben und wurden nun als einer von sechs Standorten in Schleswig-Holstein ausgewählt.

Noch kommen die Schüler, die das Schleswiger Forschungszentrum nutzen, vor allem aus der Lornsenschule und der Dannewerkschule. Im Rahmen der Eröffnungsfeier konnten einige von ihnen ihre Projekte stolz vorstellen. Neben dem Modellauto von Christin und Mieke waren da zum Beispiel Versuche mit Bakterien und M&M-Schokoladenlinsen zu sehen, sowie die Programmierung eines Leuchtwürfels.

Neben der Möglichkeit, frei zu forschen, soll es in Zukunft auch Angebote wie Architektur-Wettbewerbe, 3D-Druck-Seminare oder Gewässeruntersuchungen geben.

Das Netzwerk Schülerforschungszentren Schleswig-Holstein ist ein gemeinsames Projekt der Hamburger Joachim-Herz-Stiftung, des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums sowie des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel. Dessen Professorin Ilka Parchmann erklärte: „Die Förderung in Musik und Sport ist etabliert, aber auch die zukünftigen Nobelpreisträger der Naturwissenschaften sollen früh in ihren Talenten gefördert werden können.“


>Weitere Informationen unter www.sfz-sh.de.

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