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Boy-LOrnsen-Schule : Ein kulturelles Zentrum für Tolk

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Tolker Schule ist inzwischen eine reine Grundschule. Deshalb ist im Haus nun Platz für Jugendwehrfeuerwehren, CVJM, Amtsvolkshochschule und Männergesangverein.

Unter großer Beteiligung aller amtsangehörigen Gemeinden übergab Südangelns Amtsvorsteher Edgar Petersen die umgebauten Räume der Boy-Lornsen-Schule in Tolk an die Nachnutzer. Die beiden Jugendfeuerwehren des Amtes, der CVJM Südangeln, die Amtsvolkshochschule und der Männergesangverein Tolk finden in dem Gebäude eine neue Heimat.

„Ausschlaggebend für diese Maßnahme war, dass die Jugendfeuerwehr im ehemaligen Amt Böklund eine bleibende Unterkunft suchte“, erklärte Petersen. Durch etliche Irrwege bei der Auswahl seien einige Jahre ins Land gegangen, bis man das „Projekt Tolk“ in Angriff genommen habe. Das Amt habe dafür rund 200  000 Euro zur Verfügung gestellt. „Jetzt liegt es an Euch, diese Räumlichkeiten mit Leben zu erfüllen“, wandte er sich an die Nachnutzer.

„Die finanziellen Mittel, die hier eingesetzt wurden, sind gut investiertes Geld“, hielt Amtswehrführer Claus Uck fest. Die Jugendfeuerwehren leisteten heute umfangreiche und sehr gute Jugendarbeit im Amt Südangeln. Den Prozess dahin verglich er mit einer Autofahrt. „Es begann auf einer sehr holprigen Dorfstraße und endete auf einer gut ausgebauten Autobahn.“

„Mit diesem Schritt wird endlich der guten, abwechslungsreichen Jugendfeuerwehrarbeit des gesamten Amtes Rechnung getragen“, stieß Jugendfeuerwehrleiter Björn Wilke ins gleiche Horn. Man habe jetzt ein Jugendfeuerwehrzentrum für beide Jugendfeuerwehren des Amtes. Es seien zwei schöne Räume mit zeitgemäßer Technikausstattung und einem beheizten Kellerraum, der als Kleiderkammer und Lager diene. „Ich danke allen an Planung und Umsetzung Beteiligten, dass sie uns immer ins Boot geholt haben, wenn es um die Ausstattung oder die Gestaltung der Räume ging“, sagte er.

Schulausschussvorsitzender Peter Matthiesen ging auf die Historie des Gebäudes ein, das 1968 gebaut, 1973 erweitert wurde und sich heute noch in gutem baulichen Zustand befindet. „Durch die Einstellung der Hauptschule standen ab 2012 Räumlichkeiten leer“, erklärte er. Da nicht nur die Jugendfeuerwehr Bedarf gehabt habe, begannen im Frühjahr 2014 Planungen für die räumliche Nachnutzung. „Im ersten Schritt galt es, das Gebäude so aufzuteilen, dass Schul- und Nachnutzungsbetrieb getrennt voneinander ungestört wirken konnten“, erläuterte er das Konzept. Das habe man durch einen separaten Eingang, eine Trenntür, Extra-WCs und den Einbau weiterer Küchen erreicht. Dadurch könne man neben den beiden Jugendfeuerwehren auch dem CVJM, der Amtsvolkshochschule und dem Männergesangverein Tolk eine Unterbringung bieten.

„Diese neuen Räumlichkeiten werden mit Sicherheit von uns viel genutzt werden. Aber unser Konzept der dezentralen Kursdurchführung in allen Gemeinden des Amtes bleibt weiter vorrangig“, sagte Andrea Büscher, Vorsitzende der Amtsvolkshochschule am Rande der Veranstaltung.

Keine Berührungsängste hat Schulleiter Johannes Lucas, der Räume abgeben musste, aber dafür eine neue Aula erhielt. „Wir freuen uns, so viele nette neue Mitbewohner zu haben“, sagte er. Dadurch sei in Tolk so etwas wie ein kulturelles Zentrum entstanden.

Den gleichen Gedanken verband Tolks Bürgermeister Andreas Thiessen bei seinem Willkommensgruß: „Das, was sie hier geschaffen wurde, ist eine Aufwertung der Gemeinde in kultureller Hinsicht.

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