Wikingertage : Ein Kölner Wikinger in Schleswig

Tobias Molz baut fleißig an seiner Holzwerkstatt.
Tobias Molz baut fleißig an seiner Holzwerkstatt.

Heute starten die Wikingertage – und dafür kommen Aktive aus ganz Deutschland auf die Königswiesen.

shz.de von
09. August 2018, 07:00 Uhr

Ab heute heißt es wieder: Die Wikinger sind los! Und diese haben gestern schon fleißig ihre Zelte aufgeschlagen, schließlich kommen sie aus ganz Deutschland angereist. Einer von ihnen ist Tobias Molz, der aus Köln stammt. Seit 2012 ist er jedes Jahr bei den Wikingertagen dabei.

Obwohl er europaweit auf vielen Mittelalterveranstalungen unterwegs ist, zieht es ihn doch öfter nach Schleswig, nicht nur für die Wikingertage. „Ich mache auch viel in Haithabu, zum Beispiel Kurse“, sagt Molz. Er baut gerade seine Holzwerkstatt auf, dort werden hauptsächlich Schilder hergestellt, aber auch andere kleinere Sachen aus Holz. Und natürlich betreut er das Zelt auch.

Schleswig als Ort gefalle ihm ebenfalls sehr gut, besonders wegen der Lage an der Schlei. Dieses Jahr sei es auch schön, dass der Sommer nicht so verregnet ist, denn so ist der Boden nicht so durchweicht und das Aufbauen geht leichter. Außerdem seien die Wikingertage ein schönes, großes Event, das auch viele Touristen anlockt. Auch gefalle ihm die Stimmung gut, Ausschreitungen oder anderen Ärger hätte er noch nicht erlebt. „Die Leute sind eigentlich alle sehr entspannt und friedlich und wollen einfach nur ihre Zeit auf dem Fest genießen.“

Auch die Atmosphäre auf dem Gelände unter den Ausstellern sei sehr familiär, das schätzt Molz ebenfalls. „Man kennt sich“, sagt er. Einige sehen sich einmal im Jahr in Schleswig, andere auch mehrmals, „weil man viel auf den gleichen Veranstaltungen unterwegs ist“. Wenn Not am Mann ist, hilft jeder sofort wo er kann, das sei hier selbstverständlich, so Molz. Nach den Wikingertagen ist für ihn aber erstmal Schluss. Dann geht es wieder nach Hause und die Saison ist vorbei – bis es im nächsten Jahr wieder losgeht.

Für die diesjährigen Wikingertage erhofft er sich vor allem schönes Wetter und viele Leute. „Aber es darf zwischendurch auch ruhig mal ein bisschen Nieseln, dann kühlt es sich wenigstens ein bisschen ab“, lacht Molz. Viel mehr Zeit zum Plaudern bleibt nicht, denn er wird gebeten, beim Zelt der Nachbarin mit anzupacken und das macht er natürlich gerne.

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