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Bridgeclub Schleswig : Ein Kartenspiel, bei dem nur wenig gesprochen wird

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Bridgeclub trifft sich seit zehn Jahren am Kattenhunder Weg – und feierte das mit einem Jubiläumsturnier.

Der Spaß am Spiel verbindet die Mitglieder des Schleswiger Bridge-Clubs – und das schon seit seiner Gründung vor 56 Jahren. Seit zehn Jahren treffen sich die Kartenspieler nun schon regelmäßig im Sport- und Freizeitheim am Kattenhunder Weg. Dieses kleine Jubiläum feierten sie mit einem Turnier, bei dem an acht Tischen je zwei Zweierteams gegeneinander antraten.

Nach anfänglich reger Unterhaltung kehrte langsam Ruhe ein, als es schließlich um 15 Uhr losging. Bridge ist nämlich ein Kartenspiel, bei dem meist nur wenig gesprochen wird – und genau das sei es, was sie an der Denksportart begeistere, erklärte Teilnehmerin Christel Michel. „Mich fasziniert, dass Bridge im Vergleich zu anderen Kartenspielen ziemlich anspruchsvoll ist, weil die nonverbale Kommunikation eine große Rolle spielt.“ Man müsse sich mit dem Partner auch ohne viele Worte verstehen und sich auf ihn einlassen.

Dass sie das beherrscht, zeigte Michel vor kurzem beim schleswig-holsteinischen Landesturnier mit ihrer Partnerin Ursula Dietrichsen. Die beiden belegten den vierten Platz in der Pik-Gruppe, der obersten Stufe des Bridge-Spiels, als sie im Schleswiger Waldschlösschen gegen rund 40 andere Paare antraten.

Diesmal ging es aber vor allem um den Spaß an der Sache – und den hatten die Mitglieder sichtlich. Nach jeder Runde, die in etwa sieben Minuten dauert und zwei Partien umfasst, wurde heiß diskutiert, was man hätte besser machen können. Man merkt den Damen und Herren an, dass Bridge mehr für sie ist als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft, die die Spieler miteinander teilen. Ist eine Runde vorbei, wird gewechselt, und die Paare begeben sich an einen anderen Tisch, um gegen die nächsten zwei Mitglieder zu spielen. Dabei ist auch das Kartenglück nicht außer Acht zu lassen, und so konnte man durchaus einige Spieler über ihren Kartensatz schimpfen hören. Dieser wird übrigens am Tisch liegen gelassen, damit alle die gleichen Chancen haben. Nachdem jedes Team einmal gegen jedes der anderen Paare gespielt hatte, war die Veranstaltung beendet.

Christel Michel und Ursula Dietrichsen gewannen am Ende auch dieses Turnier und bewiesen einmal mehr, dass es beim Bridge auf Teamwork ankommt. Fest steht, dass dies nicht das letzte Mal war, dass der Bridge-Club ein Turnier austrägt. Dennoch macht Christa Harms sich Sorgen um die Zukunft: „Wir sterben langsam aber sicher aus, wenn nicht bald Nachwuchs kommt. Wir brauchen junge Leute!“ Die Türen des Sport- und Freizeitheims stehen jedenfalls offen – Neugierige dürfen mittwochs um 15 Uhr für eine Partie Bridge vorbeischauen.

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erstellt am 17.Apr.2015 | 07:51 Uhr

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