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Schleswiger Nachrichten

19. August 2017 | 21:15 Uhr

Ein Hörvergnügen der besonderen Art

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Michael Fuerst ist Spezialist für frühe Orgelmusik. Auf Schloss Gottorf präsentierte der gebürtige US-Amerikaner jetzt Musik norddeutscher Hoforganisten in Hanseatischen Stadtkirchen aus dem 17. Jahrhundert. Im Fokus standen dabei weltliche Orgelwerke von Heinrich Scheidemann, Johann Jakob Froberger, dessen Kompositionen oft im Norden gespielt wurden, Matthias Weckmann und nicht zuletzt Franz Tunder, der zwischen 1632 und 1641 am Herzoglichen Hof zu Gottorf wirkte.

Fuerst, der unter anderem als Dozent an der Musikhochschule Lübeck unterricht, erwies sich nicht nur als Spieler, sondern auch als kenntnisreicher Historiker, indem er die Musik der damaligen Zeit überzeugend nachspürte und darüber referieren konnte. Außer der Hausorgel erregte insbesondere ein Regal, das unten vor dem Altar aufgebaut war, die Aufmerksamkeit beim zahlreich erschienenen Publikum. Dieses Instrument ist eine kleine tragbare, für diese Zeit typische Tischorgel, bestehend aus einem kleinen Kasten mit Klaviatur und einer Windlade. Auch dieses quäkte in friedvoller Weise in derselben mitteltönigen Stimmung wie die größere Schwester – ein seltenes Hörvergnügen.

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erstellt am 28.Sep.2015 | 13:34 Uhr

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