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Rinder-Verbandsschau : Ein Hoch auf das Angler Rind

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Züchter präsentieren bei Rinder-Verbandsschau in Süderbrarup 80 Tiere. Prominente und internationale Gäste unter den vielen Zuschauern.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2013 | 07:12 Uhr

Süderbrarup | Die Rinder-Verbandsschau "Süderbrarup am Abend" in der Angelnhalle hat Tradition. "Wir zeigen ihnen eine Auswahl unserer Zuchtprojekte - von ganz jung bis ganz alt", sagte Christina-Johanna Paulsen-Schlüter, Vorsitzende des Vereins Angler Rinderzüchter, bei der Eröffnung in der alten Viehauktionshalle. Gleich darauf wiederholte sie die Worte auf Englisch, denn unter den etwa 200 Zuschauern befanden sich auch 52 Teilnehmer der Welt-Rotviehkonferenz, die zurzeit in Schleswig abgehalten wird.

Klaus-Peter Tordsen, Verkaufsleiter der Rinderzucht Schleswig-Holstein dankte den Teilnehmern für den zusätzlichen Arbeitsaufwand "in einem Frühjahr, in dem keiner Zeit hat, aber die Ställe mit guten Kühen voll sind."

CDU-Landesvorsitzender Reimer Böge, selbst Rinderzüchter, erkannte diesen Aufwand an: "Ich weiß, wie viel Arbeit es kostet, derart gute Zuchtobjekte zu präsentieren", sagte er. Es sei wichtig, das Kleinod Angler Rinder, die seit 1830 gezüchtet werden, weiter zu pflegen. Diese genetische Reserve müsse unbedingt erhalten bleiben.

Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Schirmherr der Verbandsschau, wünschte den Züchtern der mehr als 80 präsentierten Tieren, die die Zuchtziele der deutschen roten Viehzucht repräsentierten, ein "Internationales Echo". Er bezeichnete die Angler Kühe als Alleinstellungsmerkmal des Kreises Schleswig-Flensburg, der mit 150 000 Hektar die größte landwirtschaftlich nutzbare Fläche Schleswig-Holsteins habe. Weitere unverwechselbare Kennzeichen seien: eine intakte Umwelt, saubere Luft, familiengerechte Freizeitangebote in "Natur pur" und Menschen, die Traditionen pflegten, ohne sich der Zukunft gegenüber zu verschließen.

Dabei definierte er den Beruf des Landwirts neu - angesichts des Umbruchs in der Landwirtschaft auf einem freien Markt ohne garantierte Mindestpreise und mit Konkurrenzdruck bei landwirtschaftlichen Flächen. "Wer nicht nur die größten Kartoffeln ernten, den besten Mais oder das leistungsstärkste Milchvieh produzieren möchte, sondern seine Produkte auch erfolgreich vermarkten will, muss Landwirt und Kaufmann zugleich sein, die Instinkte eines Börsenmaklers besitzen und das Gespür eines Werbefachmanns haben", sagte Buschmann in seinem Grußwort.

Die Kühe selbst, die von Preisrichter Guido Simon aus Sundern zweisprachig in den höchsten Tönen gelobt wurden, zeigten sich angesichts der langen Vorbereitungszeit und der großen Zuschauerzahl nervöser als sonst üblich, ließen sich schwer führen und brachten gelegentlich sogar ihre Führer zu Fall. Doch angesichts vieler fachkundiger Helfer lief alles glimpflich ab. Sieger bei den Nachzuchten wurde Manja, eine Nachzucht des Bullen Impala vom Hof Dirk Petersen in Scheggerott. Grand Champion - und damit Sieger der Schau - wurde die Kuh Hillary von Besitzer Friedrich Fuschera-Petersen aus Fahrdorf.

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